Pilgern nach Santiago
Die zahlreichen Jakobswege durch Europa, die zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela nach Spanien führen, zeugen von einer außerordentlichen Beliebtheit des Pilgerwegs in Norddeutschland und Skandinavien.

Der Pilgerweg nach Santiago de Compostela - Foto: Tom DiesbrockWährend der Jakobsweg in Spanien bereits vor rund 1000 Jahren immer mehr Zulauf erhielt, begann die Hochzeit der Jakobspilger in Nordeuropa etwas später. Die Pilgerreisen zum Grab des Apostels waren bei allen Ständen beliebt. In zahlreichen Testamentsverfügungen von Bürgern der Hansestädte im Spätmittelalter werden vor allem Jakobusbrüderschaften und Stiftungen bedacht, die sich um Herbergen und Versorgung der Pilger bemühten.

Die Kathedrale von Santiago de Compostela - Foto: Mechthild Klein So haben Lübecker Bürger im 14. und frühen 15. Jahrhundert an erster Stelle in ihren Testamenten die Organisationen rund um die Jacobspilgerei unterstützt. Erst danach folgen Aufwendungen für die Wallfahrten nach Aachen, Wilsnack, das elsässische Thann, Rom und Einsiedeln.
Der Grund aber, warum sich die Menschen auf den Weg machten, war ganz unterschiedlich. Die meisten erhofften sich den Erlass ihrer Sünden, oder Heilung von einem Leiden für sich oder andere oder einen Ausweg aus einer Krise.
Mechthild Klein (www.pilgern-hamburg.de)
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