10-jähriges Jubiläum Gesundheitsversorgung für Menschen ohne Papiere


Die Clearingstelle zur medizinischen Versorgung von Menschen ohne Papiere in Hamburg feiert in diesen Tagen ihr zehnjähriges Bestehen. Dort werden Menschen ohne Aufenthaltsstatus in akuten Fällen medizinisch versorgt oder erhalten Schwangerschaftsvorsorge. Jährlich nähmen mehrere hundert Menschen das Hilfsangebot in Anspruch.

„Die Clearingstelle leiste für die betroffenen Menschen einen Beitrag für ein Leben in Würde“, sagt Nicolai Panke, Geschäftsführer des Flüchtlingszentrums, bei dem die Clearingstelle angesiedelt ist. Die Refinanzierung über die Hamburger Sozialbehörde sei in Deutschland vorbildlich. Das Konzept der Hamburger Clearingstelle finde bundesweit Beachtung.

Das Flüchtlingszentrum Hamburg bietet nach eigenen Angaben seit 2006 für Asylsuchende, Geduldete, Menschen ohne Papiere und andere Migrantinnen und Migranten individuelle umfassende Beratung und Angebote. Jedes Jahr suchen mehrere tausend Menschen das zentral am Hauptbahnhof gelegene Flüchtlingszentrum zur Beratung auf. Träger des Flüchtlingszentrums sind die Hamburger Landesverbände der Arbeiterwohlfahrt und des Deutschen Roten Kreuzes sowie der Caritasverband für das katholische Erzbistum Hamburg.