Kontakt | Presse | Sitemap | Suche | Impressum
Evangelisch-Lutherische Kirche in Hamburg Nordelbien

Artikel im Detail

02.06.2010: Anlaufstelle für Opfer

Kirche setzt externe Beauftragte für Missbrauchsfälle in Ahrensburg ein

Ahrensburg/Hamburg - Angesichts der Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs in der Kirchengemeinde Ahrensburg hat der Kirchenkreis Hamburg-Ost dort jetzt eine externe juristische Beauftragte eingesetzt. Die Rechtsanwältin Gisela Friedrichs aus Hamburg soll künftig Anlaufstelle für Menschen sein, die unter sexualisierter Gewalt gelitten haben. Die Kirche will damit mögliche Opfer ermutigen, sich zu melden und auf diese Weise zur Aufklärung der lange zurückliegenden Vorgänge in Ahrensburg beizutragen.

Neue Anlaufstelle für Missbrauchsopfer
Eine Chance erlittenes Unrecht aufzuarbeiten

Bei der externen juristischen Beauftragten können sich Missbrauchsopfer melden, aber auch Menschen, die als Zeugen Missbrauchshandlungen aufgeklärt wissen wollen. Die Inanspruchnahme ist für die Hilfesuchenden kostenlos. Alles, was der Rechtsanwältin anvertraut wird, unterliegt grundsätzlich ihrer beruflichen Verschwiegenheit. Diese gilt auch gegenüber kirchlichen Stellen. Die Zusicherung der absoluten Verschwiegenheit kann nur von den Hilfesuchenden selbst aufgehoben werden. Erst nach Zustimmung der Hilfesuchenden wird der Kontakt zu kirchlichen und staatlichen Stellen vermittelt.

Anlass sind Vorwürfe, in einem Zeitraum von Ende der 70er bis in die erste Hälfte der 80er Jahre seien in der Kirchengemeinde Ahrensburg Jugendliche sexuell missbraucht worden. Bereits 1999 hatte eine Frau entsprechende Vorwürfe gegen einen Pastor erhoben. Daraufhin wurde der Mann zunächst in eine übergemeindliche Projektstelle und zum 1. Januar 2001 vorzeitig in den Ruhestand versetzt.

Die Nordelbische Kirche hatte am 19. Mai die Öffentlichkeit über diesen Vorgang informiert. Zuvor war die zuständige Staatsanwaltschaft eingeschaltet worden. Das Kirchenamt führt seine disziplinarischen Ermittlungen in enger Absprache mit den staatlichen Stellen weiter. Bislang haben sich gegenüber dem Kirchenamt fünf Personen als Betroffene geäußert. Die Vorfälle fallen sämtlich in den genannten Zeitraum der 70er/80er Jahre. Es gibt darüber hinaus Hinweise auf
weitere mögliche Fälle, in denen die Opfer bisher jedoch nicht namentlich bekannt sind oder sich nicht äußern wollen. Auch allen weiteren Hinweisen wird nachgegangen.

Thomas Kärst (mk / www.kirche-hamburg.de)





© Ev.-Luth. Kirche in Hamburg
Max-Zelck-Straße 1, 22459 Hamburg
Tel.: 040 58950-221, E-Mail: info@kirche-hamburg.de, Internet: http://www.kirche-hamburg.de

[ gedruckt am: 09.03.2009 ]

Bibelwort des Tages

Lesen Sie hier die Losung des heutigen Tages.
Tageslosung lesen

Kirchenmitglied werden

Sie möchten in die Evangelische Kirche eintreten?
Hier geht es weiter

Gottesdienst der Woche

Gottesdienst feiern

Die Gottesdienste der kommenden Woche

Gemeinde des Monats

Gnaden-Kirchengemeinde Lohbrügge

Gnadenkirche Lohbrügge

Virtuelle Gebetswand

Gebete schreiben und weitergeben

Loswerden, was auf dem Herzen liegt. Wir laden Sie dazu ein.
Gebete lesen und schreiben

Kirche-Hamburg auf Facebook

Kirche-Hamburg on Facebook

Bookmark

Diese Seite als
Startseite festlegen