Pauke im Mausoleum

Vom 30.07. bis 01.08.2021 im Schimmelmann-Mausoleum
Zum Kultursommer 2021

Mit Kunst und Kultur zurück in die Städte wird im Schimmelmann-Mausoleum eine Kesselpauke zum Klangerzeuger eines flächigen Brummens. Angeregt durch einen Sinuston, wird das Fell der Pauke in Schwingung versetzt, um den Raum mit einem Ton zu füllen. Reflektiert durch die Kuppel und die Marmorplatten im Boden, dient das Mausoleum als Resonanzkörper, der den Klang der Pauke verstärkt und verändert.

Klang wird Raum, Raum ist Klang!

Die Form der Kesselpauke, die mittig im Raum positioniert ist, wird durch die Kuppel aufgegriffen. Visuell formt sich aus der Kuppel und der runden Pauke ein Kreis. Hier erscheint das Musikinstrument nicht als Fremdkörper, sondern wird in die architektonische Struktur integriert.

Mit der Historie Christian Friedrich Schimmelmanns als dänischem Schatzmeister und transatlantischem Sklavenhändler kann durch eine Pauke ein Fokus und somit Aufmerksamkeit generiert werden, die offenbleibt, aber vielfältig gedeutet werden kann. Mit seiner klassizistischen architektonischen Beschaffenheit wird der Raum Teil einer Klanginstallation, die einzigartig und ortsspezifisch nur vor Ort wahrzunehmen ist.

Die Corona-Pandemie hat den Kulturbereich schwer getroffen: Museen, Theater, Clubs und Konzerthäuser waren die ersten, die schließen mussten, Veranstaltungen wurden verschoben oder abgesagt. Viele Kunst- und Kulturschaffende verloren damit die Möglichkeit, ihre Arbeit vor einem Live-Publikum zu präsentieren.

Der Kultursommer 2021 (finanziert durch die Kulturstiftung des Bundes) soll zu einer verantwortungsvollen kulturellen Wiederbelebung der Städte beitragen und bundesweit mehr als 100 kreisfreie Städte und Landkreise bei der Gestaltung eines neu entwickelten, vielfältigen Kulturprogramms unterstützen.

In Zusammenarbeit mit dem Wandsbeker EINSTELLUNGSRAUM e. V. (www.einstellungsraum.de), der es sich zum Ziel gesetzt hat, eine interessierte Öffentlichkeit über die Kunst und Kultur der Gegenwart zu informieren, präsentiert der Hamburger Klangkünstler Heiko Wommelsdorf eine begehbare Klanginstallation.
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Nach seinem Studium der Freien Kunst an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel, studierte Heiko Wommelsdorf (*1982) von 2009 bis 2012 Klangskulptur und Klanginstallation bei Ulrich Eller an der HBK Braunschweig.
Neben vielen Stipendien unter anderem dem HAP Grieshaber-Stipendium, dem BS Projects Stipendium für Klangkunst und aktuell das Arbeitsstipendium der Stiftung Kunstfonds sowie zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland hatte Wommelsdorf von 2014 bis 2015 einen Lehrauftrag im Bereich Klangkunst an der Muthesius Kunsthochschule, Kiel.
www.heikowommelsdorf.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Heiko_Wommelsdorf