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Kino und Kirche

Am 24. Oktober zeigen wir einen Film, der die Geschichte eines schwarzen, schwulen Jungen in drei Teilen erzählt. Von seiner Kindheit und dem Wegzug von seiner drogenabhängigen Mutter sowie neue Geborgenheit stiftende Beziehungen. Seiner Jugend, in der er aufgrund seiner sexuellen Vorliebe verspottet wird, aber auch erste erotische Erfahrungen sammelt. Und schließlich wird das Leben eines Mannes erzählt, der sich zu wehren gelernt hat, selbst ein Dealer wird, seine Homosexualität jedoch tabuisiert, jedenfalls bis er den Freund seiner Jugend wiederfindet. Man muss den Film sehen, um zu begreifen, warum er mit dem Oscar ausgezeichnet wurde und als bester Film aus dem Jahr 2017 vom Publikum bewertet worden ist. Jeder hat sich vielleicht schon mal mit der Frage beschäftigt, wie man mit einer schweren Diagnose umgehen würde. Wenn uns mitgeteilt werden würde, von einer unheilbaren, zum Tod führenden Krankheit betroffen zu sein, wie würden wir reagieren? Niemand kann diese Frage wohl sicher beantworten. Dennoch ist es für viele Menschen schmerzliche Realität wie auch für den Hauptdarsteller in unserem Film am 21. November. Ein Film, der nicht nur die Auswirkung der Tumor-Erkrankung für den Betroffenen, sondern für das ganze Familiensystem zeigt, wie auf die Erkrankung reagiert wird und trotzdem Alltag gelebt werden muss.

Der Eintritt zu beiden Filmen ist frei. Sie beginnen um 20 Uhr im Gemeindehaus an der Elisabethkirche, Eidelstedter Dorfstr..

Margitta Melzer