Am Sonntag, 18. Februar 2018, wurde Pastorin Britta Eger von Propst Dr. Martin Vetter in ihr Amt eingeführt

nach dem Gottesdienst: Pastor Volker Simon, Pastorin Marion Knutz-Kempendorf, Pastorin Britta Eger, Propst und Hauptpastor Dr. Martin Vetter, Pastor Martin Barkowski

von Andrea Kaiser

Am ersten Fastensonntag Invocavit, 18. Februar 2018, wurde Pastorin Britta Eger von Propst Dr. Martin Vetter als Pastorin der Kirchengemeinde Ohlsdorf-Fuhlsbüttel in ihr Amt eingeführt. Der Gottesdienst in der Kirche St. Marien begann nach dem Einzug mit dem Lied „Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt“. Propst Dr. Martin Vetter stellte seine Einführungsansprache unter das Thema „Jedes Geschöpf der Welt sei für uns gleichsam ein Buch und Gemälde und Spiegel“. William von Baskerville, der Hauptprotagonist im Roman „Der Name der Rose“ von Umberto Eco, zitiert so Alanus ab Insulis, ein französischer Scholastiker, Dichter und Zisterziensermönch (1120 bis 1202). „Der Name der Rose“ ist ein Buch über Bücher und das Verständnis der Welt, das durch sie eröffnet wird. Propst Vetter beschreibt Pastorin Eger als eine Frau, die ein feines Gespür für den Gottesdienst habe. Mit William von Baskerville verbinde sie, dass ihr bewusst sei, dass Gott inmitten unserer Welt zu uns spricht.

Assistiert von Pastorin Marion Knutz-Kempendorf und Pastor Volker Simon wurde Britta Eger eingesegnet. Dann predigte sie das erste Mal nach ihrer Einführung auf „ihrer“ neuen Kanzel in der Kirche St. Marien. „Gott schenke uns ein Herz für sein Wort und ein Wort für unser Herz. Amen“ – ein für die Gemeinde neuer, vielversprechender Kanzelgruß leitete die Predigt ein. Sie habe nun schon viel gesehen in der Kirchengemeinde seit ihrem offiziellen Arbeitsbeginn am 1. Februar. Mit großer Offenheit und Neugier seien ihr die Menschen begegnet und hätten ihr schon viel von sich und der Kirchengemeinde erzählt.

Der Predigttext im zweiten Brief des Paulus an die Korinther, 6,1-2, lautete „Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, dass ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfangt. Denn er spricht: »Ich habe dich zur willkommenen Zeit erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen«. Siehe, jetzt ist die willkommene Zeit, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!“. Diese Verse seien ein ungewöhnlicher Einstand für den ersten Sonntag der Passionszeit, sagte Pastorin Eger. Fast übermächtig klänge es, wie Paulus von seinem Apostelamt berichtet. Aber auch heutige Menschen könnten viel mit den Briefen des Paulus anfangen. Sie fänden sich in seinen Schilderungen wieder, diese legten den Keim für das Neue in die Menschen hinein. „Seine Tugendlisten und die Listen der Gaben sagen uns noch heute, dass wir nicht hilflos den Mächten ausgeliefert sind.“

Britta Eger erzählte von einem Mädchen aus ihrer Nachbarschaft, die ihr ihre Bilder zeigt, die sie in einem Malkurs malt. Sie gibt nicht auf. Wenn ein Bild nicht so gelingt, rettet sie es. Aus einem Farbklecks wird ein Fisch, der sich zu dem eigentlich geplanten Wal im Meer gesellt. Dieses Mädchen sei ihre Heldin, sagt Britta Eger. „Können wir glauben, dass, wenn wir mit leeren Händen da stehen, Gott sie wieder füllen wird?“ fragte Britta Eger am Ende ihrer Predigt. Nach der Abendmahlsfeier endete der Gottesdienst mit dem Lied „Ach, bleib bei deiner Gnade“ und dem Auszug mit Orgelklängen.

Die Kantorei St. Marien, der Bläserchor St. Marien und Matthias Neumann an der Orgel gestalteten den Gottesdienst musikalisch. Anschließend lud der Kirchengemeinderat in den Gemeindesaal zu einem Empfang ein.

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