Regina Adickes geht in den Ruhestand

Regina Adickes in der Nikodemuskirche

Ab dem 1. Januar 2018 ist Gemeindesekretärin Regina Adickes im  Ruhestand und wird am Sonntag, 14. Januar 2018, in einem festlichen Gottesdienst in den Ruhestand verabschiedet. Der Gottesdienst beginnt um 9:30 Uhr in der Nikodemuskirche. Im Anschluss sind Sie herzlich zu einem Empfang in den Kirchsaal eingeladen.
Pastor Volker Simon hat Regina Adickes anlässlich ihrer Verabschiedung über ihre Dienstzeit gesprochen:

Volker Simon: Wie lange bist du schon in der Gemeinde tätig?

Regina Adickes: Insgesamt 17 Jahre. Angefangen habe ich am 1. Dezember 2000, einen Monat nachdem Birgit Johannson angefangen hatte. Am Standort St. Marien habe ich am 1. Februar 2010 angefangen, nachdem Enken Möller in den Ruhestand ging. Mir ist dazu eingefallen, dass ich die letzten sieben Amtsjahre von Olav Hanssen begleitet habe, und die ersten sieben Jahre von dir.

Du hast dadurch zwei Perspektiven erlebt: einer kommt, einer geht. Das ist interessant, weil deine Stelle ja ein Scharnier ist zwischen Gemeinde, Verwaltung und pastoraler Arbeit.

Ja, das ist das eine Scharnier und das andere ist zwischen Gemeinde und Kirchenkreis. Überhaupt war meine Arbeit immer spannend, weil ständig irgendwelche Veränderungen anstanden. Ich habe im Gemeindehaus Nikodemus gesessen, als der Umbau begann. Dann war ich zeitweise im Amtszimmer und bin von dort in die Sakristei gezogen. Dort war ich dann schon während des Umbaus der Nikodemuskirche, als der Kirchsaal entstand.

Lass uns noch mal zurück zum Jahr 2000 schauen. Warum hast du dich hier beworben?

Weil eine meiner Freundinnen Gemeindesekretärin in Hamm war. Damals stand für mich an, nach der Familienzeit wieder berufstätig zu sein. Und dann sagte Gabi, ich bring mal die Anzeigen mit, guck doch mal. Es wurde eine Gemeindesekretärin gesucht, und dann habe ich mich beworben, damals bei Herrn Sdorra.

Dann bist Du ja praktisch als völliger Neuling in dein Arbeitsfeld gesprungen. Wie war das? War das so, wie du dir das vorgestellt hast?

Nein! - Aber völliger Neuling stimmt nicht, ich habe auch eine Ausbildung zur dreisprachigen Fremdsprachensekretärin, das heißt also, ich hatte auch eine Sekretariatsausbildung. Aber Neuland Gemeinde und Pfarrbüro, das stimmt schon.

Pfarrbüro oder Gemeindebüro ist, vermute ich, ein bisschen anders als ein Büro, wo man ein normales Sekretariat hat.

Das kann man so sagen.

Kannst du mal an einem Beispiel sagen, so den Unterschied zu einem normalen Büro?

Am Anfang hatte ich das Gefühl, ich komme jeden Tag an einen neuen Arbeitsplatz. Das Büro war der Ort, wo man alles hintat, von dem man nicht wusste, wo es hin sollte. Ach so, ja, das Büro war zu dem Zeitpunkt noch wie ein 50-er Jahre Büro, mit Rollschrank und düster, im Laufe der Zeit wurde es immer heller und das Büro war dann auch richtig schön geworden.

So, wie ich das erlebt habe, war das ja auch immer Teil deines Berufsalltages, diese Strukturen so zu gestalten, dass ein gutes Arbeiten möglich ist.

So ist es. Aus dem großen Büro im Gemeindehaus in die Sakristei umzuziehen war natürlich ein Angang. Aber ja, ich habe diese Strukturen mitgenommen. Also ich habe wirklich ja die Entwicklung mitgenommen. Ich habe angefangen mit Datenverarbeitung im Pfarramt und habe jede weitere Veränderung, was das betrifft, mitgenommen. Und es geht weiter.

Gibt’s irgendwas, wo du sagst, das schätze ich an dieser Kirchengemeinde? Das finde ich besonders gut, das gefällt mir?

Ja, die Herzlichkeit schätze ich sehr. Und die Offenheit, die von den Menschen ausgeht, die hier mitarbeiten. Das überträgt sich auf die, die dann kommen. Und andere sagen das auch, dass das eben etwas Besonderes sei in dieser Kirchengemeinde.

Das kann ich unterstreichen. Das ist schon ein besonders herzlicher Geist, der hier herrscht. Gibt’s hier in der Kirchengemeinde irgendwo ein Lieblingsort für dich?

Ich bin sehr gerne in der Nikodemuskirche, ja.

Was ist da so besonders für dich?

Es ist dieser wunderschöne Altar, der zieht mich magisch an. Und dann ist es auch die Architektur, wie im Inneren eines Schiffsbauches, dass ich mich dort sehr geborgen fühle. Und ich habe in der Nikodemuskirche auch sehr viele geistliche Handlungen erlebt. Die Trauerfeier für meinen Mann z. B. war in der Kirche.

Das, was Du über den Raum sagst, erleben viele so. Diese schönen Bögen und der Altar. Da hast du ja eigentlich von deinem Arbeitsplatz aus den besten Zugang. Einmal die Tür auf und dann kannst du da sein. Nutzt du das manchmal?

Ja, das nutze ich. Manchmal nehme ich mir einfach eine kurze Auszeit und sammle mich wieder.

Insofern ist das Büro in der Sakristei ein zwar kleiner, aber feiner Traumarbeitsplatz. Was wirst du wohl am meisten von hier vermissen?

Die Menschen. Aber ich kann ja jederzeit vorbeikommen und euch besuchen.

Das kannst du gerne tun. Wir freuen uns schon sehr darauf. Ich wünsche dir auf jeden Fall alles Gute und Gottes Segen für Deinen Ruhestand. Vielen Dank für das schöne Gespräch.