St. Andreas-Kirche

Die St. Andeas-Kirche wurde im Jahre 1907 erbaut. Bis dahin hatte die kirchliche Arbeit in dem angrenzenden Gemeindesaal und dem im gleichen Stil erbauten Pastorat stattgefunden. Die ursprüngliche Kirche besaß ein in mehrere Rosetten unterteiltes Hauptfenster und sieben offene Fenster im Altarraum. Im Innenraum waren der Altarraum und die Emporengalerien mit Holz verkleidet, und die Kanzel befand sich an der rechten Seite. Im Gegensatz zu heute verlief die Empore einmal um die ganze Kirche. Nach einem Angriff aliierter Bomber im Sommer 1943 brannte das Kirchenschiff völlig aus. Der Turm trug vergleichsweise geringe Schäden davon. Bei der Wiederinstandsetzung wurden das westliche Rundfenster (zum Helene-Lange- Gymnasium hin) und drei Altarfenster aus Kostengründen verschlossen. Die Empore, die sich bis zum Brand noch beidseitig des Kirchenschiffs erstreckt hatte, wurde ebenfalls nur im Eingangsbereich erhalten. Der Innenraum erhielt einen flächendeckenden Verputz. Immerhin konnte die Kirche schon 1951 wiederhergestellt werden und gehörte damit zu den ersten Kirchen Hamburgs, in denen nach der Zerstörung wieder Gottesdienste gefeiert wurden. In den siebziger Jahren wurde der Kirchenraum aufwändig renoviert und erhielt sein heutiges Erscheinungsbild. Bemerkenswert sind die beiden Altar-Kruzifixe. Sie wurden wie die sechs Kerzenhalter auf dem Hauptaltar von dem vor wenigen Jahren verstorbenen Künstler Fritz Fleer gestaltet. Er wohnte damals in unserer Gemeinde (in den Grindelhochhäusern). Der Taufstein (geschaffen von Ursula Querner-Wallner) erzählt auf der Vorderseite die Geschichte von Noah und seiner Bewahrung während der großen Sintflut. Auf der Rückseite weist die Taube als Symbol des Heiligen Geistes auf die Taufe Jesu hin. Die Taufschale trägt die Symbole des Kreuzes und des Fisches.