Ostern findet statt!

Wir wissen nicht, wie die Regeln in den nächsten Wochen und Monaten sein werden. Aber eins ist sicher: Ostern fällt nicht aus! Das gilt im vordergründigen Sinne: Es wird auf jeden Fall mindestens eine Möglichkeit der religiösen Besinnung zum Fest angeboten, so wie im letzten Jahr, als die Kirche im „Einbahnstraßensystem“ zur privaten Andacht geöffnet war. Möglichst aber werden wir ein volles (wenn auch in der Form eingeschränktes) Gottesdienstangebot zur Hand haben. Und das gilt vor allem im tieferen Sinne: Ostern als die Überwindung des Todes durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten ereignet sich unentwegt – überall da, wo Hoffnung den Zweifel verdrängt, wo Glaube erkennt, dass wir Grund haben, der Freundlichkeit Gottes zu vertrauen und überall da, wo die Liebe die Gleichgültigkeit überwindet. Wir feiern alle Gottesdienste, soweit möglich.


Collage von Palmwedeln - Copyright: Andreas Meyer-Träger
Palmzweige erinnern uns daran, wer wir sind

Palmsonntag

An diesem Tag bedenken wir, dass wir so sind wie die Menschen, die Jesus beim Einzug in Jerusalem zugejubelt haben „Hosianna, dem Sohne Davids“ und die fünf Tage später krakelten „Kreuzige ihn“. Als ein Zeichen das uns an unsere eigene Wankelmütigkeit erinnert, nehmen wir kleine Palmzweige mit nach Hause. Palmzweige, mit denen die Menschen damals Jesus gegrüßt hatten.


Abendmahlskelch - Copyright: Andreas Meyer-Träger
Einsetzung des Heiligen Abendmahles

Gründonnerstag

Dies ist der Abend der Einsetzung des Heiligen Abendmahles. Jesus, der in dieser Nacht von einem der Jünger um Geld verraten wird und den alle Jünger schmählich im Stich lassen, schenkt seiner Kirche das Sakrament des Altars. Unter der Gestalt von Brot und Wein schenkt er sich uns und will Wohnung in uns nehmen. Leider werden wir in diesem Jahr (vermutlich) nicht im Anschluss an den Empfang des Sakramentes im Pastorat gemütlich beisammensitzen und das von allen mitgebrachte Büffet genießen können. Aber wenigstens die Gemeinschaft im Gottesdienst werden wir pflegen.


Karfreitag

In einem stillen und besinnlichen Gottesdienst folgen wir dem Leiden und Sterben unsers Herrn Jesus Christus bis zu seinem Kreuz. Wir empfinden seine Verlassenheit mit ihm und verlassen die Kirche ohne Segen – so wie seine Jünger an diesem Tag ohne Segen auseinandergelaufen sind.


Korb mit Ostereiern vor dem Altar - Copyright: Andreas Meyer-Träger
Aus einem scheinbar toten Gegenstand entsteht Leben – Ostereier als Symbol der Auferstehung

Ostersonntag

Heute ist der Tag aller Tage. Der höchste Festtag der Christenheit. Wir ziehen festlich in die Kirche ein, decken den Altar, öffnen ihn nach sieben Wochen Fastenzeit wieder, hören die Klänge unserer schönen Arp Schnitger Orgel. Wir hören die Frohe Botschaft (oder mit dem griechischen Wort: das Evangelium), dass Jesus Christus am dritten Tage auferstanden ist nach der Schrift. Dies ist der Grund christlichen Glaubens, dass Gott seine Welt nicht dem Tode überlässt.


Ostermontag

In einem besinnlichen Abendgottesdienst versuchen wir in meditativer Weise dem Geheimnis von Ostern auf die Spur zu kommen und lassen das Festwochenende ruhig ausklingen.