"Mein Krafttier" Ausstellung von Flüchtlingen

Löwe: Nour Bou Hassoun (13 Jahre, Syrien)

Ulrike Hinrichs leitet seit knapp drei Jahren die „Künstlergruppe für Flüchtlinge“ auf dem Wohnschiff Transit im Harburger Binnenhafen. „Was machen wir heute“, hört sie dann von den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. Da muss sich Hinrichs stets etwas Neues einfallen lassen. So entstand die Idee, mit den Flüchtlingen Tiere zu malen. „Denn jeder hat einen Bezug zu Tieren, sagt Hinrichs. „Tiere tauchen in Mythen, Sagen und Geschichten auf, auch auf Wappen und in Religionen haben sie eine symbolische Bedeutung. Kinder haben ihre Lieblingskuscheltiere und Haustiere nehmen eine wichtige Rolle im Alltag von Menschen ein. Krafttiere stammen ursprünglich aus der schamanischen Tradition, dort haben sie eine ähnliche Bedeutung wie im Christentum die Schutzengel“, so Hinrichs zum Hintergrund des Projektes.

„Die Tiere wirken jenseits dieser kulturell-religiösen Traditionen mit ihren Stärken und Eigenschaften auf Menschen Ressourcen stärkend, regen die Imagination an und wecken die Intuition“, beschreibt die Kunsttherapeutin die psychologische Komponente.

Die Inspiration zum Tiere malen kam bei den Künstlern und Künstlerinnen der Gruppe gut an und so entstand von Elefant bis Schmetterling und von Löwe bis Flamingo ein Zoo aus Kunstwerken. Das hat allen sichtlich Spaß gemacht. Aus den Bildern sind in der Folge von der Illustrationsdesignerin Kerstin Nagel-Stein layoutete 55 Krafttierkarten entstanden, die nicht nur in Schule, Beruf und zum Spielen einsetzbar sind. Die Erlöse aus dem Verkauf gehen als Spende an Flüchtlingsprojekte in Harburg.

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag: 10 bis 12 Uhr
Dienstag bis Donnerstag: 14 bis 17 Uhr