Was haben Bahá’í und Christen in Harburg gemeinsam?

Pröpstin Carolyn Decke

Am Sonntag, 27. Mai 2018, 11 Uhr, wird Roland Zimmel, Mitglied des Geistigen Rates der Bahá´í in Hamburg und Mitglied des Interreligiösen Forums Hamburg, in St. Johannis Harburg (Bremer Straße 9) sprechen. Pröpstin Carolyn Decke hat ihn zur „Harburger Gastkanzel“ eingeladen, um mit ihm über Gemeinsamkeiten und Unterschiede ihrer Glaubensrichtungen nachzudenken.

Die Bahá´í-Religion ist die jüngste Weltreligion. Im vergangenen Jahr wurde der 200. Geburtstag von Bahá'u'lláhs gefeiert, der sie um die Mitte des 19. Jh. in Persien gestiftet hat. Die Bahá’í-Religion verkündet die Einheit Gottes, die Einheit der Menschheit und eine fortschreitende Gottesoffenbarung, die die Kernbotschaften aller anderen Weltreligionen mit einschließt.

Bahá’í-Gemeinden gibt es in allen Erdteilen. Die – nach eigenen Angaben - rund 7,5 Mio. Anhänger leben vor allem in Indien, dem Iran, im südlichen Afrika, Südamerika und den USA. In Hamburg wurde 1930 der erste örtliche ‚Geistige Rat‘ gegründet. Aktuell beteiligen sich auch in Harburg Mitglieder des Geistigen Rats der Bahá'í in Hamburg-Harburg am ‚Interreligiöse Dialog‘.

„Harburger Gastkanzel“ ist einr Reihe thematischer Gottesdienste, die in diesem Jahr unter dem Thema „Mein Glaube im Kontext der Vielfalt“ steht. Gäste aus dem liberalen Judentum, den Baha´i und dem Buddhismus erinnern uns Christen daran, was das Kostbare auch des eigenen christlichen Glaubens ist.

Seit 2014 lädt Pröpstin Carolyn Decke Personen des öffentlichen Lebens ein, damit diese ihr Verständnis von Religion und Kirche erläutern können, vielleicht auch ihre kritische Sicht auf die Kirche oder deren vordringliche Aufgabe. Zugleich soll das Verhältnis von Kirche, Religion und Gesellschaft, besonders in Harburg, exemplarisch anschaulich werden.

Nächster Termin:

Am Sonntag, 2. September 2018, wird Oliver Petersen, ehemaliger Mönch, Tibetologe und Philosoph, jetziger Studien- und Meditationsleiter vom 1977 gegründeten Tibetischen Zentrum Hamburg, zu Gast sein.