Stellungnahme des KGR zum Artikel "Aufschub und Rückzug" im Heimatecho vom 27.3.19


Im Heimat Echo vom 27. März 2019 wurde ein internes Schreiben eines ehemaligen Kassenprüfers der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Volksdorf an den Kirchengemeinderat abgedruckt. Hierzu möchten wir wie folgt Stellung nehmen:

 

  • Der Kirchengemeinderat bedauert es, dass die noch anhaltende Prüfung und Diskussion über den Erhalt der Kirche St. Gabriel und die Weiternutzung des Standortes, u.a. für eine Kindertagesstätte, durch die selektive Veröffentlichung von internen Unterlagen der Kirchengemeinde gestört wird. Dies entspricht nicht der Gremien- und Diskussionskultur, die wir uns wünschen.

  • Der Kirchengemeinderat bedauert die Unannehmlichkeiten, die die Veröffentlichung des internen Schreibens auch für den Autor selbst verursacht hat.

  • In der Sache selbst ist darauf hinzuweisen, dass die Aufgabe von Kassenprüfern in einer Kirchengemeinde nach § 19 des Haushaltsführungsgesetzes der Nordkirche auf die Prüfung des Vollzugs des beschlossenen Haushalts bei der Abnahme des Jahresabschlusses beschränkt ist. Kassenprüfer prüfen mithin die ordnungsgemäße Buchhaltung und Belegführung und empfehlen die Entlastung des Kirchengemeinderates, soweit sie keine erheblichen Beanstandungen feststellen. Die Kassenprüfer der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Volksdorf haben, wie auch in den Vorjahren, am 27. Juni 2018 zuletzt ohne Beanstandungen die Entlastung für den Jahresabschluss 2017 empfohlen. Aufgabe der Kassenprüfer ist es indes nicht, die Zweckmäßigkeit des aufgestellten Haushaltes zu bewerten. Hierfür ist der gewählte und berufene Kirchengemeinderat zuständig.
     
  • Die Ev.-Luth. Kirchengemeinde Volksdorf hat über 7.000 Mitglieder. Dem Kirchengemeinderat ist jedes Mitglied und jede Meinung wichtig. Dem Kirchengemeinderat ist bewusst, dass es zur Frage des Erhalts der Kirche St. Gabriel unterschiedliche Meinungen in der Kirchengemeinde gibt und dass teilweise auch eine gewisse Ungeduld im Hinblick auf den noch andauernden Prüfungsprozess besteht. Zugleich ist der Kirchengemeinderat verpflichtet, die komplexe Frage der Weiternutzung oder endgültigen Aufgabe einer Kirche mit der gebotenen Sorgfalt und unter Berücksichtigung der Bedeutung des Kirchgebäudes für die Kirchengemeinde und den Stadtteil gewissenhaft zu Ende zu prüfen. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Kirchengemeinderat ehrenamtlich tätig ist.

 

Hamburg, 9. April 2019