Regen, Schlamm, Tränen und trotzdem Happy-End Volksdorfer Konficamp auf Fehmarn


Dramatisches Ende des Konfirmanden Zeltlagers (Konficamp) mit 190 Teilnehmern aus den evangelischen Kirchengemeinden Volksdorf/Bergstedt auf der Ostsee-Insel Fehmarn. Am Montag, d. 24. Juli waren sie in Sonderbussen angereist, bis Freitag, 4. August wollten sie bleiben. Am Morgen des 30. Juli aber mussten sie aufgeben, mussten ihre Zelte in des Wortes wahrer Bedeutung abbrechen. Der Regen war so schlimm geworden, dass „wir quasi im Schlamm ertranken“ schilderte die Campleiterin, Pastorin Gabriele Frietzsche. Bei den 126 Konfirmanden, den ehren- und hauptamtlichen Helfern, den sogenannten Teamern und Trainees habe es auch Tränen der Enttäuschung gegeben.

Dann aber ein langes Happy-End: Jetzt bewährte sich eine Gemeinschaft, die mit so einem Konficamp eigentlich erst geschaffen oder gestärkt werden soll. Weil Busse für die überstürzte Rückfahrt nicht so schnell organisiert werden konnten, bildeten die Eltern spontan einen Fahrdienst aus ungezählten Privat-PKW. Manche Elternpaare reisten mit zwei Autos an, um möglichst viele mitnehmen zu können. Während die Konfirmanden auf der Rückfahrt ins trockene Zuhause waren, schufen zurückgebliebene Helfer auf dem Campingplatz Ordnung, andere bauten vor der Volksdorfer Rockenhofkirche ein buntes Zirkuszelt auf. Denn hier wurde seit  Dienstag das Konficamp fortgesetzt. Andachten am Morgen und am Abend, Abendmahlgottesdienste mit Fladenbrot und Traubensaft, Konfirmanden-Unterricht, Workshops mit Basteln, Handwerken, Theater-Spielen und was sie sonst noch auf Fehmarn bis zum Ende weitermachen wollten. Zweifellos ein Höhepunkt am Donnerstag, 3. August, um 11.00 Uhr die Taufe von 21 Konfirmanden, die bisher noch nicht getauft worden sind. Und wenn es nicht regnet, soll diese Taufe im Freien gefeiert werden, wie man es auch auf Fehmarn machen wollte.