In einer fernen Zeit


Wer nur den lieben Gott läßt walten


Wenn wir in höchsten Nöten sind


„Holz auf Jesu Schulter“ EG 97

Holz auf Jesu Schulter, von der Welt verflucht,
ward zum Baum des Lebens und bringt gute Frucht.
Kyrie eleison, sieh, wohin wir gehn.
Ruf uns aus den Toten, laß uns auferstehn.

Denn die Erde klagt uns an bei Tag und Nacht.
Doch der Himmel sagt uns, alles ist vollbracht!
Kyrie eleison…

Wollen wir Gott loben, leben aus dem Licht.
Streng ist seine Güte, gnädig sein Gericht.
Kyrie eleison…

 


„Jesu, meine Freude“ EG 396

Jesu, meine Freude, meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier:
Ach, wie lang, ach lange, ist dem Herzen bange und verlangt nach dir.
Gottes Lamm, mein Bräutigam, außer dir soll mir auf Erden nichts sonst Liebers werden.

Unter deinen Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei.
Lass den Satan wettern, lass die Welt erzittern, mir steht Jesus bei.
Ob es jetzt gleich kracht und blitzt, ob gleich Sünd und Hölle schrecken,
Jesus will mich decken.

Trotz dem alten Drachen, trotz dem Todesrachen, trotz der Furcht dazu!
Tobe, Welt und springe, ich steh hier und singe in gar sichrer Ruh.
Gottes Macht hält mich in acht, Erd und Abgrund muss verstummen,
ob sie noch so brummen.

Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt herein.
Denen, die Gott lieben, muss auch ihr Betrüben lauter Freude sein.
Duld ich schon hier Spott und Hohn, dennoch bleibst du auch im Leide,
Jesu, meine Freude.


„Korn, das in die Erde“ EG 98

Korn, das in die Erde, in den Tod versinkt,
Keim, der aus dem Acker in den Morgen dringt.
Liebe lebt auf, die längst erstorben schien:
Liebe wächst wie Weizen,
und ihr Halm ist grün.

Über Gottes Liebe brach die Welt den Stab,
wälzte ihren Felsen vor der Liebe Grab.
Jesus ist tot. Wie sollte er noch fliehn?
Liebe wächst wie Weizen…

Im Gestein verloren Gottes Samenkorn,
unser Herz gefangen in Gestrüpp und Dorn.
Hin ging die Nacht, der dritte Tag erschien:
Liebe wächst wie Weizen…