Unsere neue Diakonin


Liebe Hornerinnen und Horner,

ab dem 1. Juli werden Sie mein Gesicht in den Gemeinden Martin und Timo sowie im Stadtteil regelmäßig sehen. Dann trete ich meinen Dienst als Diakonin und Nachfolgerin von Eva-Maria Gomolzig an.

Mein Name ist Silke Langer, ich bin Jahrgang 1967 und arbeite seit mehr als 20 Jahren als Diakonin und Sozialpädagogin für und mit den unterschiedlichsten Menschen und (Alters-)Gruppen.

Mein Studium habe ich (vor langer Zeit), in Ihrer unmittelbaren Nachbarschaft, an der Ev. Fachhochschule des Rauhen Hauses, abgeschlossen. Seit 2012 bin ich (bis 30. Juni) Diakonin in der Kirchengemeinde St. Thomas in Hamburg-Rothenburgsort. Da St. Thomas aufgrund finanzieller Entwicklungen die Stundenzahl der Diakon*innenstelle deutlich reduzieren muss, war ich zu Beginn des Jahres auf der Suche nach einer neuen Heimatgemeinde. Ich freue mich sehr, dass ich sie in Horn gefunden habe!

„Jedem Anfang“, so beschreibt es Hermann Hesse in seinem Gedicht „Stufen“, „wohnt ein Zauber inne.“ Menschen, die Neuanfänge wagen, formulieren es manchmal so: Jedem Anfang wohnt ein Zaudern inne. Beides trifft, finde ich, gleichermaßen zu. Jeder Neuanfang birgt einen Abschied von Altvertrautem in sich. Wie wird sie sein, die Neue? Diakonin Eva-Maria Gomolzig ist Ihnen über zwei Jahrzehnte vertraut. Ich freue mich sehr darauf, noch den Juli über gemeinsam mit ihr arbeiten zu dürfen! Gemeinsam einen Übergang zu gestalten, Bewährtes zu bedenken und auch neue Wege zu gehen, ist ein guter Einstieg, gerade in Zeiten, die aufgrund der Covid-19-Pandemie noch besonderer sind. Denn natürlich frage auch ich mich: Wie wird es sein? Wie wird es sein, das Kennenlernen, das Ankommen, das Knüpfen von Kontakten, wie werde ich aufgenommen werden? Gerade mit den derzeitigen Abstandsregeln fällt es uns ja allen mehr oder weniger schwer, offen aufeinander zu zugehen. Welche Gruppen und Angebote dürfen wann überhaupt stattfinden? Wer mag teilnehmen, wer freut sich auf den Neubeginn und wer hat Bedenken? Es wird, so vermute ich, sein wie eingangs beschrieben: Jedem Anfang wohnen ein Zauber und ein Zaudern inne.

Dazu passt eines meiner Lieblingslieder aus dem Evangelischen Gesangbuch. Darin heißt es: „Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr uns weist, weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt.“Ich freue mich darauf, mit Ihnen unterwegs zu sein, Sie dabei kennenzulernen und neue Möglichkeiten zu entdecken. Ich hoffe, Sie sind ebenso neugierig auf mich wie ich auf Sie.

Ab Juli werden wir mehr voneinander erfahren. Vielleicht treffen wir uns dann schon wieder in Gruppen, vielleicht auf der Straße, im Gottesdienst oder im Garten. Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie mich vom Bild her erkennen... Sie sind da gerade deutlich im Vorteil.

Herzliche Grüße!

Diakonin Silke Langer

 

PS: Das Lied endet übrigens so: „Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit.“