Abschied von Brigitte Scharnberg


Ende Oktober beendet Brigitte Scharnberg ihren Dienst für die Gemeinde und freut sich auf den Ruhestand. Ein bisschen mehr als drei Jahrzehnte lang war sie für viele Menschen die erste Ansprechperson in der Oster-Kirchengemeinde. Wie sehr hat sich in dieser Zeit die Arbeit im Kirchenbüro verändert! 

Als Brigitte Scharnberg am 1. August 1991 zum ersten Mal zu ihrem neuen Arbeitsplatz aufbrach, hatte sie keinen weiten Weg vor sich. Das Büro war ja gleich nebenan, im damaligen Gemeindezentrum Hegholt in der Haldesdorfer Straße. Dort war sie schwerpunktmäßig für Angelegenheiten des Kirchenvorstandes und den Gemeindebrief zuständig. Aus heutiger Sicht kaum zu glauben und unter arbeitsrechtlichem Gesichtspunkt natürlich höchst fragwürdig, musste sie manchmal auch in den Abendstunden „kurz mal rüberkommen“, um auf der elektrischen Schreibmaschine die Artikel in Reinschrift zu tippen.

In dieser Zeit hatte die Gemeinde noch zwei Büros. Als das „Haupt“-Büro bei der Osterkirche durch Verrentung der bisherigen Sekretärin neu zu besetzen war, zog Brigitte Scharnberg dorthin um und übernahm nun, weiterhin in Teilzeit, die gesamten Sekretariatsaufgaben der Gemeinde. Das Büro befand sich damals im 1. Stock des Eckgebäudes Bramfelder Chaussee 200, im selben Haus war auch die Verwaltung des Kirchengemeindeverbandes Bramfeld. Es waren also kurze Wege, man kannte sich und konnte sich gut gegenseitig zuarbeiten. Doch die Verwaltung wurde kurz darauf in das Kirchliche Verwaltungszentrum Stormarn überführt. Nun war Brigitte Scharnberg die einzige Verwaltungskraft an der Osterkirche. Mit der Einführung des Computers veränderte sich ihr Arbeitsplatz grundlegend. Unzählige Male in den 30 Jahren hat sie sich in neue Bürotechnologien und Verwaltungsprogramme einarbeiten müssen. Mehr als zehn Pastorinnen und Pastoren mit manchmal durchaus verschiedenen Ansprüchen an eine Gemeindesekretärin standen während ihrer Dienstzeit vor ihrem Schreibtisch.

Und dann kam mit der Einweihung des neuen Gemeindehauses 2013 ein weiterer Büroumzug auf sie zu. Weil sich die Lieferung der Büromöbel verspätete, konnte sie nicht, wie geplant, den Umzug ihres Arbeitsplatzes begleiten, sondern fand nach dem Urlaub ein vollkommen neu eingerichtetes Büro in der renovierten Pastoratsvilla vor. Was für eine Herausforderung! Nun war das Büro mittendrin im Gemeindeleben und das veränderte wieder einmal die Arbeitsabläufe. 

Wenn man Brigitte Scharnberg fragte, was ihr an ihrer Arbeit besonders gefällt, musste man nicht lange auf eine Antwort warten. Es sei vor allem der Kontakt mit so vielen verschiedenen Menschen, der ihr große Freude mache, betonte sie immer wieder. 

Nun wird sie im Gottesdienst am Reformationsfest in der Osterkirche offiziell verabschiedet und von ihren Aufgaben entpflichtet, mit einem großen Dank für alle geleistete Arbeit und mit der Bitte um Gottes gute Kraft für die vor ihr liegende Zeit. Und nach dem Gottesdienst wird bestimmt auch für die Gemeinde Gelegenheit sein, sich persönlich von Brigitte Scharnberg zu verabschieden.