Freiwilligendienste in der Osterkirche


Abschied...

Vincent Klein hat bis Juli seinen Freiwilligendienst in der Oster-Kirchengemeinde geleistet. Was macht man als Freiwilligendienstler? Was ist ihm wichtig geworden in seinem Dienst? Ich habe Vincent Klein interviewt.

Vincent, Du hast ja ein sonniges Gemüt, bist immer freundlich, äußerst zuverlässig und anpackend.

Ich freue mich einfach an der Sonne und klotze gerne richtig ran. Ich habe schon beim HSV gearbeitet, da waren auch Hooligans, und man war froh, es heil überstanden zu haben. Das war eine harte Schule. Bei der Arbeit sehe ich einfach gern, wie etwas vorher aussieht und was dann geschafft ist. Ich bin auch dankbar dafür, dass es Arbeit gibt.

Was waren denn Deine wichtigsten Aufgaben in der Oster-Kirchengemeinde?

Es gab viel im Außenbereich rund um die Osterkirche zu tun, und ich bringe ja auch Vorerfahrungen aus dem gärtnerischen Bereich mit; das passte wie die Faust aufs Auge. Die Mitarbeitenden haben auch ihr Wissen mit mir geteilt, z.B. wie man die großen Bienenwachskerzen in der Kirche richtig schneidet und pflegt. Ich habe mir auch selbst zusätzliche Aufgaben gesucht, damit alles schön aussieht. Ich fühlte mich aber auch gut in die religionspädagogische Arbeit einbezogen, z.B. mit den Kindergartenkindern und Schulklassen. Es war spannend zu erleben, wie es in der Kirchengemeinde von einer Idee zu einer Entscheidung kommt und dann zur Umsetzung und Arbeitsaufteilung. Alles in der Kirchengemeinde, wie der Kindergarten und die Gruppen, hat ja wie ein Farbkreis miteinander zu tun. Ich habe ein Miteinander erlebt.

Du hast ja auch gewissenhaft Küsterdienste bei Gottesdiensten und Festen übernommen. Welche sind Dir am meisten im Gedächtnis geblieben?

Heiligabend! Erst war ich angespannt, es könnte ja etwas passieren, und es kommen so viele, und nicht alle Gottesdienstbesucher sind freundlich. Aber es war schön zu sehen, wie viele jedes Jahr wiederkommen und sich kennen. Ich war im vergangenen Jahr bei drei der sieben Weihnachtsgottesdienste in der Osterkirche dabei. Die waren gut durchdacht und strukturiert. Das war beeindruckend.

Was war an Deinem Freiwilligendienst besonders schön?

Wie dankbar viele Menschen für das sind, was wir als Kirche machen. Das war ein guter Aufgabenmix, auch mit Spontanem. Ich konnte sogar Neues anregen. Talente und Erfahrungen werden fröhlich angenommen, und dann geht die Saat auf. Es gibt eine gute Atmosphäre, das ist wichtig. Und schön ist, dass alle miteinander handeln und nicht gegeneinander. Wenn etwas im Raum steht, wird es auf menschliche Art angesprochen und erfolgreich gelöst. Überhaupt sich mit so verschiedenen Menschen zu unterhalten hat Spaß gebracht, gerade auch mit den vielen Kindern.

Was wünscht Du Dir: Wie soll Kirche sein?

Mir ist wichtig, dass Kirche die richtigen Grundsätze vertritt, offen ist und nicht bevormundet, auch neue Formen und Angebote hat wie Rap. Wie die Osterkirche sollte Kirche sein, ohne Zwang, mit viel Freiheit, die spielt eine sehr große Rolle, aber auch mit Rollenklarheit und es muss auch geleitet werden. Man versucht wahrzunehmen und fragt einfach auch mal nach. Man steht für etwas ein, ob man dafür verantwortlich ist oder nicht. Der Glaube steht über dem Ganzen, aber Gemeinschaft ist superwichtig.

Lieber Vincent, herzlichen Dank für Deinen Dienst! Für Deine nun beginnende Ausbildung wünsche ich Dir alles Gute.

(Das Interview führte Heiko Landwehr)

 

... und Neuanfang

Hallo, liebe Gemeindemitglieder!

Mein Name ist Paula Frick, ich bin 21 Jahre alt und beginne im August mein Freiwilliges Soziales Jahr in der Oster-Kirchengemeinde Bramfeld. Ich möchte dieses FSJ als Vorbereitung für mein Studium der Sozialen Arbeit nutzen, welches ich in naher Zukunft antreten werde. In meiner Freizeit beschäftige ich mich viel mit Musik, ich singe sehr gerne und spiele dazu Klavier und Gitarre. Auch Lesen und kreatives Arbeiten bereitet mir sehr viel Freude. Ich selbst bin schon seit über zehn Jahren in meiner Kirchengemeinde aktiv, singe in einem Kirchenprojektchor und habe viele Jahre als Teamerin in der Planung und Umsetzung verschiedener Kinderferienwochen gearbeitet. Besonders die Musik, die Gemeinschaft und die Möglichkeit, mit so vielen verschiedenen Menschen aus allen Altersgruppen an einem Ort in Kontakt zu treten, tragen dazu bei, dass ich das Arbeiten und Wirken in der Kirche nach all den Jahren noch genauso genieße und faszinierend finde, wie am ersten Tag.
Ich freue mich schon sehr auf die Zeit in der Osterkirche und hoffe, dass ich Ihre Gemeinde durch meine Arbeit unterstützen kann.

Paula Frick