Erhaltungsmaßnahmen stehen bevor Schluss mit dem Dachschaden


Damit die Osterkirche auch für kommende Generationen ein Ort sein kann, an dem Menschen ihre Freude und ihren Kummer miteinander teilen und Dank und Bitten vor Gott bringen können, plant der Kirchengemeinderat für das kommende Jahr 2019 eine größere Erhaltungsmaßnahme. Der Dachstuhl der Kirche ist in den vergangenen Jahren von unterschiedlichen Spezialisten genau untersucht worden. Die Begutachtung ist nun abgeschlossen und hat ein überraschendes Ergebnis zu Tage gebracht. Dass die Bombenschäden am Dach aufgrund der Materialknappheit der Nachkriegsjahre nicht ganz fachmännisch behoben werden konnten, war den Bauverantwortlichen der Gemeinde schon länger bekannt. Dass aber schon beim Bau der Kirche 1913/14 nicht alles so gebaut wurde, wie ein gesunder Bau es erfordert hätte, ist erst jetzt deutlich geworden.

Architekt Volker Hauth erklärt: „Man hatte die umlaufenden Balken, auf denen das Dach aufliegt, wie ein Wickelkind allseitig eingemauert; das wiederum wäre nicht weiter schlimm gewesen, wenn das Dach damals so konstruiert und ausgeführt worden wäre, dass es seine Funktion des Wetterschutzes erfüllt hätte. Aber hier gab es – auch in der guten alten Zeit – schon Planungs- und Ausführungsfehler. Sodass bereits vor den Kriegsschäden über knapp dreißig Jahre Regen und Flugschnee in den Dachraum eindringen konnten und dort die ,gewickeltenʻ Balken beständig feuchtgehalten haben. Was einem Kindlein auf Dauer nicht guttut, hat auch den Balken nicht gutgetan. So sind die Balken, wohlverborgen in einer Wanne aus Mauersteinen, Jahrzehnt für Jahrzehnt um ein paar Millimeter verrottet.“

Was also ist zu tun? „In vorsichtiger Weise müssen die verbliebenen schadhaften Balken und Bretter von Zimmerleuten aus dem Dachstuhlheraus ,operiertʻ und durch gesundeTeile ersetzt werden“, schreibt der Architekt. „Dabei müssen die Holz- und Dachhandwerker sich einmal um die ganze Kirche herumarbeiten und treffen am Turm auf die Spezialisten für Glocke und Uhr, die sich dort der Zifferblätter annehmen werden. Wenn alle schadhaften Bauteile ersetzt sind, wird der Rand des Ziegeldaches über einer von außen nicht sichtbaren, etwas veränderten Konstruktion neu gedeckt, sodass die Kirche für die nächsten Jahrzehnte wetterfest wird.“

In welchem Umfang die Arbeiten am Dachstuhl in den Kirchraum hineinwirken, lässt sich nur im Verlauf der Baumaßnahme feststellen. Darum plant die Gemeinde vorsorglich, nach den Konfirmationen Mitte Mai die Gottesdienste im Gemeindehaus zu feiern und erst zum Reformationsfest wieder in die Kirche einzuziehen. Bis dahin werden im Kirchraum alle Oberflächen gereinigt, Putzrisse verschlossen und Wände und Kuppel neu gestrichen. Außerdem gibt es nicht nur bei denen, die in der Osterkirche Gottesdienste und Konzerte gestalten, sondern auch bei denen, die zum besseren Verständnis aufs Lippenlesen angewiesen sind, den dringlichen Wunsch, mindestens dem Altarraum ein besseres Licht zu geben. Auch dieses Anliegen soll im Rahmen der bevorstehenden Baumaßnahme berücksichtigt werden. Das Ergebnis der Arbeiten im Dachstuhl wird von außen nicht zu sehen sein. Aber wir können uns schon jetzt auf einen schönen, hellen Kirchraum freuen.

Die Kosten liegen nach ersten Schätzungen im mittleren sechsstelligen Bereich. Das kann die Gemeinde natürlich nicht allein aufbringen. Da helfen der Kirchenkreis und andere mit Fördergeldern. Und wir freuen uns sehr über Ihre finanzielle Unterstützung auf das Spendenkonto der Oster-Kirchengemeinde IBAN DE58 2005 0550 1054 2443 61, Stichwort: Erhaltung der Osterkirche. Bitte vergessen Sie nicht Namen und Anschrift, damit wir Ihnen eine Spendenbescheinigung zusenden können. Mit Ihnen zusammen stehen wir dafür ein, dass die Osterkirche auch imInneren so schön bleibt (und wieder wird), wie sie ist: ein guter Ort, ummiteinander zu feiern und dabei Gott zu begegnen und seine Freundlichkeit zu spüren.