Gedanken zum Ewigkeitssonntag Trost und Gedenken 

Pieta in der Osterkirche - © Lydia Gerber

Ende November wird in der evangelischen Kirche an die Verstorbenen erinnert. Totensonntag heißt dieser letzte Sonntag des Kirchenjahres im allgemeinen Sprachgebrauch. Weniger üblich ist der Name „Ewigkeitssonntag“. Das ist schade, finde ich. Denn beim Erinnern an Menschen, die zu mir gehörten und nun gestorben sind, hilft mir das Vertrauen darauf, dass wir alle am Ende unseres Lebens in Gottes Ewigkeit geborgen sind. 

Im Gottesdienst in der Osterkirche lesen wir die Namen der Menschen vor, die im Laufe des Jahres mit kirchlicher Begleitung zur letzten Ruhe verabschiedet wurden. Für jeden und jede wird eine Gedenkkerze entzündet. Aber was ist mit dem Lieblingsonkel, für den es eine weltliche Trauerfeier gab? Oder mit der besten Freundin, die in Süddeutschland beerdigt wurde? Was ist mit dem alten Nachbarn, von dessen Tod wir erst Wochen später gehört haben? Wenn Sie möchten, nehmen wir die Namen gern mit auf. Bitte wenden Sie sich dazu an das Kirchenbüro oder auch gern direkt an uns Pastoren.

Mancher denkt an diesem Tag auch an Menschen, die schon vor längerer Zeit gestorben sind. Wenn im Gottesdienst der Moment gekommen ist, an dem wir alle ein Licht entzünden können, sind wir im Gedenken miteinander verbunden. Wir sind nicht allein angesichts des Todes, sondern können neue Hoffnung schöpfen im Vertrauen auf die Liebe Gottes, die uns trägt bis in Ewigkeit.