Zurück in die Osterkirche

Die Osterkirche wird wiedereröffnet - © Lydia Gerber

Der Dachschaden ist weg. Die Balken sind ausgetauscht. Der Innenraum wird gerade noch strahlend schön gemacht. Die Weisheit der Reformation, die Kirche muss immer erneuert werden, zeigt sich in der Osterkirche auch ganz praktisch, nämlich am Kirchgebäude. Auf der großen Baustelle wird ordentlich renoviert. Gottesdienste feiern wir im Gemeindehaus oder Open Air und Hochzeiten in anderen schönen Kirchen. Aber am Reformationstag, dem 31. Oktober, kommt der Moment, den viele schon herbeisehnen. Das Gemeindehaus dient wieder ganz für Gruppen, Projekte, Konfirmanden- und Jugendarbeit, Musik, Ausstellungen, Feste, Kirchkaffee und vieles mehr. Aber Gottesdienste feiern wir wieder in der Osterkirche. Sie ist ein einladender, heimatlicher Ort für die Seele. Hier leben Traditionen, die das Leben bejahen. Man tankt auf oder kommt zur Ruhe.

Um 11 Uhr beginnt der Gottesdienst zum Reformationsfest, mit Kirchenliedern zum Mitsingen, mit Bläsern und der Kantorei. Eine Erkenntnis der Reformation war: Nicht die da oben bestimmen, sondern Kirche geht nur zusammen. Darum freue ich mich besonders, dass wir das Reformationsfest gemeinsam feiern, als regionaler Gottesdienst der vier Kirchengemeinden in der Osterkirche! Denn Reformation ist eine Bewegung, in der verschiedene Menschen gemeinsam gucken, was einem guten Zusammenleben aller dient, und die Zukunft gestalten. Mit unvoreingenommener Gemeinschaft und dem rechten Maß an Nähe und wohltuender Distanz. Geistlich tiefgründig und feierlich, kreativ und bewegt. Am Reformationstag geht es um diese Akzeptanz und Kraft von ganz woanders her, die wir erwarten und erhalten. Denn Jesus sagt: „Seht doch, ich bin bei euch alle Tage.“ (Matthäus 28,20). 

Nach dem Gottesdienst ist noch Gelegenheit, sich im Gemeindehaus auszutauschen und mit einem Imbiss zu stärken.

Auch im Namen meiner Kollegin Dorothea Neddermeyer und der Mitglieder des Kirchengemeinderates lade ich Sie herzlich ein, am Reformationstag dabei zu sein.

Ihr Heiko Landwehr