Die große Freiheit

Der biblische Text der letzten Fastenwoche gibt schon jetzt den Blick frei auf Ostern. Ist dies nicht ein bisschen früh? Ja, so könnten wir denken, da ja Gründonnerstag, Karfreitag und Karsamstag noch vor uns liegen bzw. gerade angebrochen sind. Gleichwohl nimmt er die Stimmung auf, die in diesen Tagen vielerorts spürbar ist. Ähnlich wie die Frauen auf dem Weg zum Grab, höre ich manch tiefe Seufzer und bange Fragen, wie es wohl sein wird an den „stilleren“ Ostertagen. Wer wälzt mir den Stein von des Grabes Tür?


Einen schönen Zugang zu dieser Fragestellung bietet der Impuls von Bischöfin Kerstin Fehrs im Begleitheft der Fastenaktion 7 Wochen ohne. Um ihn – von mir – vorgelesen zu bekommen, klicken Sie gerne hier.


Sich sorgen, bedenken was kommen könnte, wie es wohl sein wird, verantwortungsvoll handeln und keinen alleine lassen wollen, selber auf der Suche sein nach innerlicher Ruhe.
Wer wälzt mir den Stein von des Herzens Tür?

Über welche Steine sorgen Sie sich? Kennen Sie das Gefühl der Frauen auf ihrem Weg?



Maria Magdalena, Maria und Salome kommen an und sahen hin und wurden gewahr, dass der Stein weggewälzt war!

Wie oft machen wir die Erfahrung, dass wir uns eine Sorge hätten ersparen können? Wie oft belastet ein bevorstehendes Ereignis uns schon lange im Voraus?

Eine schöne, kleine Übung Steine, die uns drücken, zur Seite zu legen ist es, dieses ganz bewusst, körperlich zu tun. Egal, ob Sie einen Stein, ein Taschentuch oder irgendeinen anderen Gegenstand verwenden. Nehmen Sie ihn bei bedrückenden Gedanken in die Hand und legen ihn bewusst wieder ab. Geben Sie den Gedanken quasi körperlich frei. Wenn Sie mögen, sagen Sie dazu laut „Ich lasse Dich los“.

Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockade…die letzte Etappe dieser Fastenzeit ist angebrochen. Ich wünsche Ihnen die große Freiheit dieser Tage und eine gesegnete Osterzeit!

Herzlich

Silke Langer
Diakonin