Meditatives Tanzen

Liturgische Tanzgruppe Pinneberg - Copyright: Christoph Stegmann / Altenheimseelsorge
Liturgische Tanzgruppe Pinneberg

Meditation bedeutet für mich 'in die Mitte gehen'. Damit ist gemeint 'in meine Mitte gehen' oder 'in die Mitte der Dinge gehen'. Der Meditation geht es darum, mit meiner Mitte oder mit der Mitte der Dinge eins zu werden. Ich selbst, meine Mitmenschen, alle Mitgeschöpfe und alle Dinge der gesamten Schöpfung sollen nicht durch ihr äußeres Erscheinungsbild wirken, sondern so wie Gott sie gemeint hat: eben aus ihrer Mitte heraus.

Meditativer Tanz als Weg in die Mitte

Ein möglicher Weg, um in die eigene Mitte zu gelangen, ist das meditative Tanzen. In aller Regel ist die Mitte unseres Tanzkreises besonders gestaltet: mit Kerzen, Blumen, Muscheln, Tüchern oder mit dem, was die Jahreszeit gerade anbietet. Diese Mitte soll beim Tanzen zur Konzentration verhelfen, d. h. unsere Gedanken, Gefühle und Bewegungen auf die Kreismitte hin ausrichten. Die Ausrichtung auf die Kreismitte wiederum führt uns nach und nach zu unserer eigenen Mitte. Auf dem Weg in unsere eigene Mitte spüren wir unserem Atem nach, unseren Schritten in die verschiedenen Richtungen, unseren besonderen Tanzschritten, den Bewegungen unseres ganzen Körpers. Unser Atem schenkt uns die notwendige Kraft zu den tänzerischen Bewegungen. Jede der möglichen Bewegungsrichtungen hat im jeweiligen Tanz ihre Bedeutung. Jeder der verschiedenen Tanzschritte löst ein anderes Echo in unserem Körper aus. Die Bewegungen unseres ganzen Körpers über den Tanzschritten drücken unsere verschiedenen Empfindungen aus.

Auf diese Weise treten wir mit unserer Mitte in Verbindung. Nach meiner Überzeugung treten wir so auch mit Gott in Verbindung: wir beten ihn mit Leib und Seele an. Wir zeigen ihm in der Konzentration unseres meditativen Tanzens, daß wir die Schönheit seiner Geschöpfe und seiner Schöpfung zu würdigen wissen.

Die Gruppe für meditativen Tanz

Meine ersten Erfahrungen mit meditativem Tanz habe ich während meiner Trauerbegleiterausbildung gemacht. Sie haben mir gezeigt, wie das Tanzen in meinem Inneren manches in Bewegung bringt. Auf diese Weise kann ich es manchmal überhaupt erst wahrnehmen und mit mir selbst in einen inneren Dialog eintreten. Ich habe erfahren, wie die Musik und die gesamte Gruppe der Mittanzenden trägt, stärkt und bereichert. All das möchte ich an andere Menschen weiter geben. Deshalb machte ich in den Jahren 1999 und 2000 eine Ausbildung für meditativen und sakralen Tanz bei Susanne Bartholomäi. Inzwischen habe ich auch das 3. Ausbildungsjahr bei ihr abgeschlossen Etwa zeitgleich mit der Ausbildung habe ich begonnen, die Gruppe für meditativen Tanz in Pinneberg aufzubauen. Zwei Besonderheiten prägen diese Arbeit mit: der Haseldorfer Kirchenmusiker Dr. Jörg Dehmel spielt manchmal zu einigen unserer Tänze die Musik auf der Orgel. Daher tanzen wir bisher meist in der Christuskirche in Pinneberg. Sie bietet einen freundlichen und würdevollen Tanzraum. In Zukunft werden wir so oft wie möglich im großen Saal des Gemeindehauses tanzen, weil der Parkettfußboden dort z. B. die Drehungen sehr erleichtert.

Auswärtiges Wochenende

Einmal im Jahr verbringen wir ein auswärtiges Wochenende zusammen, um zu tanzen, die Gemeinsamkeit und die Umgebung des jeweiligen Hauses zu genießen.

Außer mir gehören inzwischen fünfundzwanzig Frauen und ein Mann zu unserer Gruppe. Zusammen haben wir eine ganze Reihe von Gottesdiensten in Pinneberg und Umgebung gestaltet, die auf ein reges Interesse in den jeweiligen Gemeinden stießen.

Weitere Teilnehmer(innen) sind willkommen, die sich neugierig und erwartungsvoll auf diesen besonderen Weg begeben wollen. Sie werden spüren, wie das Innen und das Außen zusammen wirken und einander ergänzen.

Christoph Stegmann

Adresse

Altenheimseelsorge

Pastor Christoph Stegmann

Bahnhofstraße 24
D-25421 Pinneberg
Tel.: 04101 8450515
Fax: 04101 8450424
Mobil: 0172 4334607
Mail: christoph.stegmann@kirchenkreis-hhsh.de
www.christophorus-pinneberg.de