Erntedank

Zum Erntedank werden die Kirchen vielerorts festlich geschmückt.

Ernteschmuck, Umzüge und Gedenken an Hungerleidende

Lebensmittel sind mehr als billige Massenware, die den Magen füllt. Lebensmittel sind Mittel zum Leben und Teil der Schöpfung Gottes. Dies zu schätzen und dafür zu danken, ist seit langem an Erntedank im christlichen Festkalender verankert.

Auch in diesem Jahr laden zahlreiche Gemeinden am Erntedank-Sonntag zu Gottesdiensten, besonders Familiengottesdiensten, ein, in denen alle gemeinsam Gott für die Ernte danken. Eine Übersicht an Veranstaltungen in Hamburg und Umgebung ist hier zu finden.

Die Altäre und Kirchengebäude bekommen wie in jedem Jahr zu Erntedank festlichen Schmuck aus Feldfrüchten und Ähren. Einige Kirchengemeinden sind in die Traditionen der Erntedankumzüge eingebunden.

 

Großer Erntedankumzug in den Vier- und Marschlanden

Besonders üppig wird der Festumzug nach zwei Jahren coronabedinget Pause traditionell in den Vier- und Marschlanden gefeiert. Über 70 Gruppen nehmen teil und präsentieren sich mit geschmückten Festwagen, was den Umzug zu einem der größten in Deutschland macht. Der Erntedank-Sonntag beginnt um 10.30 Uhr mit einem Gottesdienst in der evangelischen St. Severini Kirche in Kirchwerder. Der Umzug startet im Anschluss um 13.30 Uhr vor der Kirche.

Neben dem frohen Dank geht der Blick wie in jedem Jahr auch in die Regionen der Erde, in denen Menschen Hunger leiden. Die Bitte des Vaterunsers „unser tägliches Brot gib uns heute“ soll zugleich an die katastrophale Ernährungssituation in den ärmsten Ländern der Erde erinnern.

 

Ernterückgänge und Dürre

Zu den Faktoren wie mangelnder Zugang zu Nahrung kommt in den letzten Jahren die anhaltende Trockenheit hinzu. Diese hat auch in Deutschland zu Ernterückgängen geführt. Doch dramatisch ist die Lage zum Beispiel noch immer in Ostafrika. Laut Welthungerhilfe müssen dort derzeit mehr als 20 Millionen Menschen Hunger leiden

Eine Übersicht zu Erntedank-Gottesdiensten in Hamburg und Umgebung ist hier zu finden.