Seemannsmission Hamburg 2018 nutzten 34.000 Gäste den Seamen´s Club


34.000 Gäste aus 103 Ländern rund um den Globus – der Seemannsclub Duckdalben in Hamburg kommt selten zur Ruhe. Mit einem Shuttle-Service werden die Seeleute von den Terminals abgeholt und zur Einrichtung der Seemannsmission gebracht. Die Aufenthaltszeit der Schiffsbesatzungen im Hafen dauert oft nur Stunden, dann müssen sie wieder ablegen.

„Das Leben der Seeleute ist hart. Sie leben an ihrem Arbeitsplatz. So dauert etwa eine Tour eines Container-Schiffes auf der Route Nordeuropa-Fernost 77 Tage: Dann ist die Welt der Männer und Frauen an Bord bis zu 400 Meter lang und 61 Meter breit. Und auch in den Häfen lockt keine Seefahrerromantik. Oft liegen die Schiffe nur Stunden am Kai. Damit steht das Zeitfenster für eine Auszeit nur einen Spalt offen, um im Club zu telefonieren, zu skypen, einen Rat einzuholen oder Besorgungen zu machen“, sagt Anke Wibel, Leiterin des Clubs.

Bus vor dem Terminal
Die Busse der Seemannsmission holen die Seeleute bei Bedarf direkt am Terminal ab und bringen sie auch wieder hin.

Besucherzahlen leicht gesunken

Die Zahl der Gäste ist gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken. Die Betreiber erklären das mit den immer kürzeren Liegezeiten der Schiffe, die den Seeleuten kaum Zeit bietet, an Land zu gehen. Im Schnitt waren 2018 an allen 365 Tagen 95 Gäste im Duckdalben, die von mehr als 18 Haupt- und über 80 Ehrenamtlichen betreut wurden.

 

Gegründet 1986

Duckdalben – international seamen’s club ist der Name des 1986 gegründeten Seemannsclub in Hamburg-Waltershof. Er bietet Seeleuten praktische Hilfe und einen Rückzugsort fern der Heimat. Er ist nach den gleichnamigen Verankerungspfählen, den Dalben, benannt und wurde 2011 als der beste Seemannsklub der Welt ausgezeichnet.