A Taxi to Life A Taxi to Life

Mit dem ,Musical ,A Taxi to Life’ gingen die Begegnungwochen von südafrikanischen und deutschen Jugendlichen im Kirchenkreis zu Ende. Drei Wochen waren neun Jugendliche zu Besuch im Kirchenkreis Pinneberg. Die erste Woche galt dem Kennenlernen von Gastgebern und Gästen. In der zweiten Woche wurde das Musical erarbeitet, das dann in zwei Aufführungen während der dritten Woche vorgestellt wurde.

In einem südafrikanische Taxi - für deutsche Vorstellungen ein kleiner Bus - treffen sich im Laufe des Stücks sehr unterschiedliche Menschen mit ihren ganz unterschiedlichen Geschichten.

     

  • Da ist ein junger Deutscher. Er erzählt einem jungen südafrikanischen Paar von der jüngsten deutschen Geschichte. Sie stellen erstaunliche Parallelen zur Befreiungsgeschichte Südafrikas von der Apartheid fest, deren Auswirkungen dort immer noch zu spüren seien.
  • Oder die junge Frau, die den Mitfahrenden weinend erzählt, dass sie HIV-positiv getestet wurde und bei ihren Zuhörern viel Zuspruch und Verständnis findet. 
  • Oder eine andere Frau, die den Mut aufgebracht hat, ihren gewalttätigen Mann zu verlassen. 
  • Daneben finden sich zwei Studenten, die sich in diesem Taxi ineinander verlieben und die gegenseitigen Vorurteile abbauen. Alle Geschichten stammen aus dem Leben der Jugendlichen und bilden ihre Realität ab.

Die Geschichten und Dialoge wurden ergänzt mit ganz unterschiedlicher Musik: Zulu-Lieder und -Tänze genauso wie altbekannte Popmusik, Filmtracks, Gospels mit teilweise selbst umgedichteten Texten.

Zwei Aufführungen in vollen Kirchen haben die dritte und letzte Woche des Aufenthalts im Kirchenkreis Pinneberg schnell verfliegen lassen. Die ,standing ovations’ des Publikums an beiden Abenden waren reicher Lohn für die intensive Arbeit. Das gegenseitige Verstehen der jeweils anderen Kultur, die Möglichkeiten miteinander zu leben und voneinander zu lernen – all dies wurde während der drei Wochen möglich.

„Wann kommt ihr uns besuchen“, fragten die südafrikanischen Jugendlichen zum Abschied. Eventuell könne ein Gegenbesuch in zwei Jahren möglich sein, stellt Sabine Denecke, Mitglied des Partnerschaftskomitees, in Aussicht.