Abend der Diakonie Abend der Diakonie

Ohne die Würdigung des Vergangenen kann man auch die Gegenwart nicht verstehen. Auf diese kurze Formel brachte der Theologe und Journalist Uwe Birnstein sein Engagement für den Diakoniegründer Johann Hinrich Wichern. Dessen Leben und Wirken stellte Birnstein in den Mittelpunkt seines Vortrages am ,Abend der Diakonie’. 

 

In einer Zeit ,geistlich-theologischer Armut’ entdeckte Wichern die Notwendigkeit, Jugendlichen aus den Hamburger Armenvierteln eine Zukunft zu erschließen. Daraus erwuchsen heute so bedeutende Werke wie das Rauhe Haus in Hamburg oder das Johannesstift in Berlin. Ein gesamter neuer Arbeitszweig der Kirche wurde auf sein Betreiben hin 1848 gegründet. die ,Innere Mission’, der Vorgänger der heutigen Diakonie. 

Mehr als 80 Gäste konnten Diakoniepastorin Maren von er Heyde und Propst Thomas Drope zu dem Vortrag und dem anschließenden Empfang begrüßen. Unter ihnen waren auch Kreispräsident Burkhard E. Tiemann und der langjährige Pinneberger Propst Dr. Sigo Lehming. „Als der Kirchenkreis 1967 unter meiner Leitung gegründet wurde,“ erinnert sich Lehming, gab es keinen einzigen diakonischen Mitarbeiter im gesamten Kirchenkreis.“ 

 

Heute ist die Diakonie im Kreis Pinneberg überhaupt nicht mehr wegzudenken. Hochqualifizierte Fachkräfte arbeiten daran, dass möglichst allen Menschen geholfen werden kann. Allein 16 von ihnen stellten sich dem anschließenden Gespräch über die Anforderungen der Diakonie heute (s. Foto). Denn auch heute gilt noch, was Wichern vor 150 Jahren formulierte: „Der dringlichste Beruf der Kirche ist es, sich um die Armen zu kümmern.“