Neu: Hamburger Kita für schwerst mehrfach behinderte Kinder Bischöfin und Senator eröffnen „Sonnengarten“

„Wir können jedes Kind so annehmen, wie Gott es geschaffen hat und es liebevoll umsorgen“, sagte Bischöfin Fehrs in ihrer Eröffnungsansprache. „In dieser einmaligen Kita findet echte Inklusion statt. Nicht nur in Worten. Ich bin überzeugt, dass für Kinder mit schweren Behinderungen hier ein Raum ist für Lebensfreude, wenn sie mit anderen Kindern zusammentreffen.“

 

Auch Senator Detlef Scheele äußerte seine Freude über das neue Angebot, das von der Sozialbehörde finanziell gefördert wird. „Ich wünsche der Kita viel Erfolg – den Kindern wünsche ich eine glückliche Zeit und hoffe, dass sie hier zusammen mit ihren Eltern ihren persönlichen Sonnengarten finden!“

 

Gemeinschaft erleben

 

Die Kita „Sonnengarten“ ist seit August 2013 am Start. Vier Kinder werden hier zur Zeit betreut, im März kommt ein weiteres dazu. Insgesamt ist die Gruppe für acht Kinder im Alter zwischen null und sechs Jahren ausgerichtet. „Die Idee für den Sonnengarten entstand aus der eigenen Betroffenheit heraus“, berichtet der Leiter der Einrichtung Matthias Creydt. „Wir wollten ein Angebot für Kinder schaffen, die aufgrund ihres Krankheitsbildes nicht ausreichend in einer integrativ arbeitenden Kita betreut werden können.“ Im „Sonnengarten“ finden die Kinder einen besonders geschützten Rahmen und werden pädagogisch und medizinisch-therapeutisch von qualifizierten Fachkräften betreut und individuell gefördert.

 

Kinder, die bis dahin vorwiegend zuhause aufwuchsen, erleben im „Sonnengarten“ Gemeinsamkeit mit Gleichaltrigen. So können sie beispielsweise auch bei gemeinsamen Gottesdiensten oder Spielsituationen auf dem Außengelände mit Kindern der benachbarten Kita Maria-Magdalena soziale Kontakte knüpfen. „Die Kinder mit anderen in Kontakt zu bringen und gleichzeitig ihr Bedürfnis nach Ruhe zu respektieren, ist eine wichtige und herausfordernde Aufgabe für uns“, meint Matthias Creydt.

 

Entlastung für Eltern

 

Eltern werden durch das Angebot des „Sonnengartens“ entlastet, so dass sie neue Zeit und Kraft für sich und andere Aufgaben finden. In der Beratungsstelle finden Familien trägerübergreifende Informationen über verschiedene Hilfs- und Unterstützungsangebote. Bei Kindern, die lebensverkürzend erkrankt sind und „Abschied nehmen“ zum Thema für die Familien wird, ist beispielsweise eine enge Zusammenarbeit mit dem Kinder-Hospiz Sternenbrücke vorgesehen.

 

Im Rahmen der Kita-Eröffnung berichtete ein Vater im Gespräch mit Propst Thomas Drope von der Situation seiner Familie und von der Bedeutung, die der „Sonnengarten“ mit seinen Angeboten für sie hat. Gäste konnten sich zudem bei einem Rundgang einen persönlichen Eindruck von der besonderen Kita verschaffen, deren hochspezielle Einrichtung auch über zahlreiche Spenden finanziert worden ist. Es wurde deutlich: Der „Sonnengarten“ ist nicht nur ein Ort zum Wohlfühlen für Kinder und ihre Familien, sondern setzt auch ein wichtiges Zeichen für die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Hamburg.

 

Sie können dieses Projekt unterstützen:

• Ev. Kita-Werk Altona-Blankenese

• Stichwort: Sonnengarten

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