Faire Woche bis 27. September Fair schmeckt besser – Fairchoc, Gepa und der partnerschaftliche Handel

Längst hat der Faire Handel das angestaubte Image aus den 80er Jahren abgelegt. Jute-Taschen gibt es zwar immer noch, aber inzwischen setzt der Faire Handel überwiegend auf hochwertige Produkte statt auf billige.

 

Ein bisschen alternatives Lebensgefühl scheint beim Fairen Handel aber immer noch durch. Weil die Organisation der Weltläden meist nicht in einer Hand liegt, sondern basisdemokratisch entschieden wird. Einmalig ist wohl das Management des Niendorfer Weltladens – hier sorgen 40 bis 50 Ehrenamtliche dafür, dass alles reibungslos läuft. Vom Einkauf, über den Verkauf im Laden bis zur Buchhaltung.

 

Vor gut eineinhalb Jahren ist der Weltladen aus dem kirchlichen Verwaltungshaus in Niendorf in die Nähe des Einkaufszentrums am Tibarg (Richtung griech. Restaurant) umgezogen. Der Ortswechsel wirkt sich nach Angaben einer Sprecherin positiv auf den Umsatz aus. Es gibt dort mehr Laufkundschaft.

 

Schülerfirma Fairchoc

 

Auch die Hamburger Schülerfirma Fairchoc ist ein positives Beispiel (Hintergrund-Bericht). Es zeigt, dass man mit Energie, Einfallsreichtum und guten Willen die Welt tatsächlich ein Stückchen gerechter machen kann. Gerade kam eine Schülergruppe von einer Reise aus der Dominikanischen Republik zurück. Die Jugendlichen haben dort Kakao- Partnerprojekte der Kooperativen besucht.

Die Teilnehmer waren vom Besuch im Gastland sehr beeindruckt. (Lesen Sie den Reisebericht von zwei Schülerinnen)


Zugpferd Kaffee

 

Mit Kaffee hat der Faire Handel vor mehr als 30 Jahren bei der Gepa angefangen. Auch heute noch ist das Genussmittel eines der wichtigsten Produkte (54 Prozent des Umsatzes).

 

Inzwischen umfasst das Sortiment neben 300 Lebensmitteln noch weitere 1000 Non-Food-Produkte. Darunter handgefertigte Körbe, T-Shirts und Deko-Artikel. Ganz neu unter Vertrag ist ein Projekt aus Indien. Frauen stellen aus Plastikmüll in einem speziellen Verfahren originelle Taschen her.

 

Mechthild Klein

     

  • Der Firmenname Gepa ist eine Abkürzung. Sie steht für die „Gesellschaft zur Förderung der Partnerschaft mit der Dritten Welt“. Gepa-Produkte gibt es bundesweit in ca. 800 Weltläden und bei rund 6000 Aktionsgruppen. TransFair ist eine Initiative, die nicht selbst mit Waren handelt, sondern ein Siegel für Produkte vergibt, die fair gehandelt wurden.
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