Fragen zu Weihnachten: Spenden und feiern

Die Augsburger Puppenkiste spielt die Weihnachtsgeschichte in diesem Jahr zu ersten Mal

Weihnachten ist nicht mehr weit. So viel ist zu planen. Viele Menschen rufen in diesen Tagen mit ihren Fragen das ServiceTelefon Kirche und Diakonie an. Es sind Fragen aus unserem Alltag - mit manchmal unerwarteten Antworten. Wir haben die fünf spannendsten für Sie ausgewählt

Ich backe mit meinen Freundinnen Kekse und möchte die gerne spenden, zum Beispiel an den Mitternachtsbus. Geht das überhaupt?
Hilfsorganisationen dürfen nur hygienisch einwandfreie Lebensmittel verteilen. Das heißt, diese müssen vom Gesundheitsamt abgenommen sein. "Das ist bei Selbstgebackenem leider nicht der Fall", sagt Sonja Norgall vom Mitternachtsbus. Dessen ehrenamtliche Mitarbeiter fahren abends zu den Schlafplätzen von wohnungslosen Menschen und versorgen sie unter anderem mit warmen Getränken, Lebensmitteln und Kleidung.

Wo finde ich die Weihnachtsgeschichte in der Bibel?
Die „klassische“ Weihnachtsgeschichte, auf der auch die Krippenspiele basieren, findet sich im Neuen Testament, im 2. Buch des Lukasevangeliums, in den Versen 1 bis 14.

Meine Mutter hört nicht mehr gut. In welche Kirche können wir gehen?
Unter barrierefreieshamburg.de finden Sie Angaben zu Kirchen, die für Menschen mit Hörbehinderung ausgerichtet sind. Sie erfahren dort auch, wo man gut mit dem Rollstuhl hinkommt. Einfach bei der Suche das Stichwort "Kirche" eingeben.

Ich möchte gerne Spielsachen und Kleidung für Flüchtlinge spenden. Wohin kann ich mich wenden?
Jutta Fugmann-Gutzeit von der Diakonie Hamburg rät, mit der  Gemeinde in der Nähe Kontakt aufzunehmen, die sich für Flüchtlinge engagiert. Platz sei sowohl in den Gemeindehäusern als auch den Unterkünften rar. „Am besten ist, man fragt vorher nach, was an Sachspenden gebraucht wird.“ Die Gemeinden hätten jedoch hohe Auslagen für Fahrtkosten, zum Beispiel, wenn sie Ausflüge für Kinder organisierten: „Daher lohnt es sich auch nachzufragen, wo man mit Geld unterstützen kann.“

Wohin geht die Kollekte, die Heiligabend in und um Hamburg gesammelt wird?
Seit 56 Jahren wird am 24. Dezember in den evangelischen Kirchen für die Aktion „Brot für die Welt“ gesammelt. Die erste Sammlung war für Indien bestimmt, weil dort damals eine Hungersnot herrschte. „Hintergrund war auch die Dankbarkeit, dass die Menschen in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg humanitäre Hilfe erfahren hatten und etwas zurück geben wollten“, sagt Linda Corleis vom Diakonischen Werk Hamburg. Die aktuelle Kampagne steht unter dem Motto „Satt ist nicht genug“. Das Geld, das Sie an Heiligabend geben, geht an Initiativen, die helfen, Mangelernährung zu beseitigen – darunter leiden weltweit eine Milliarden Menschen.

Ich möchte Weihnachten gerne einmal anders feiern. Wo finde ich alternative Gottesdienste?
Eine ungewöhnliche Idee: Weihnachten auf dem Friedhof Blankenese. 2008 lud Verwalterin Ulrike Drechsler das erste Mal ein. Inzwischen kommen 120 Besucher, Familien mit Kindern und Trauernde. „Sie genießen die besinnliche Atmosphäre“, sagt Drechsler. Gemeinsam entzünden sie ein Lichtkreuz im Wald. „Dass wir auf einem Friedhof sind, blenden wir nicht aus“, sagt Drechsler. „Doch an diesem Ort kann man spüren, dass Anfang und Ende zusammengehören – und das stimmt hoffnungsvoll.“

Zeit: Heiligabend, 15 Uhr
Ort: Friedhofskapelle, Sülldorfer Kirchenweg 151, 22589 Hamburg

Wenn das Krippenspiel nicht mehr zieht - Weihnachten für Jugendliche in der Jugendkirche des Kirchenkreises Hamburg West/Südholstein oder im „Basement“ in Sülldorf

Schwungvoll in die Feiertage mit Gospelchristmas – zum Beispiel in der Gospelkirche St. Bonifatius in Barmbek oder in der Kreuzkirche Wandsbek
Zeit: Heiligabend, 23 Uhr
Orte: St. Bonifatius, Lämmersieth 65, 22305 Hamburg und Kreuzkirche Wandsbek, Kedenburgstraße14, 22041 Hamburg

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