Spontane Kundgebung auf dem Rathausmarkt "Grenzen auf! Leben retten!"

Im Flüchtlingslager Moria auf der Insel Lesbos leben tausende Menschen, darunter viele Kinder, unter schlimmen Bedingungen.

Die Bilder von der griechisch-türkischen Grenze machen betroffen. Tausende Menschen versuchen dort verzweifelt von türkischer Seite in die EU zu gelangen. Nachdem Präsident Erdogan verkünden ließ, dass die Grenze offen sei, hatten sie sich auf den Weg gemacht. Um auf die schlimme Lage der Geflüchteten aufmerksam zu machen, ruft die Seebrücke Hamburg am 3. März zu einer spontanen Kundgebung auf dem Rathausmarkt auf.

Um 18 Uhr sollen sich Unterstützerinnen und Unterstützer am Heinrich-Heine-Denkmal versammeln. Die Initiative zu der spontanen Kundgebung geht von der Seebrücke aus, das Bündnis „Solidarische Stadt“ und andere Organisationen haben sich dem Aufruf angeschlossen. Im Mittelpunkt soll eine schnelle Hilfe für die Geflüchteten stehen und ein humanitärer Umgang mit Schutzsuchenden generell.

Das Lager auf Moria war ursprünglich für 3.000 Menschen ausgelegt. Mittlerweile leben hier mehr als 21.000 Schutzsuchende. - Copyright: © Jörn Neumann
Das Lager auf Moria war ursprünglich für 3.000 Menschen ausgelegt. Mittlerweile leben hier mehr als 21.000 Schutzsuchende.

Im Bündnis „Solidarische Stadt“ haben sich mehr als 80 Gruppen aus Hamburg zusammengefasst, darunter auch viele evangelische Kirchen und Gemeinden. Das Bündnis will sicherstellen, dass Menschen die in der Hansestadt neu ankommen, aber auch alle die dort länger wohnen, ein menschenwürdiges Leben haben. Für den kommenden Samstag, den 07. März, plant das Bündnis eine weitere Kundgebung.