Brennpunkt aktuell 5 - Heldenpose? Heldenpose?

Die Amerikanerin Nora Roberts (56) schreibt jedes Jahr etwa ein Dutzend Liebesromane. Sie weiß also, wie Frauen sein sollen. Man fragt sie: Woran erkennen wir die starke Frau und moderne Heldin? Antwort: Daran, dass sie an sich glaubt oder lernt an sich zu glauben. Dass sie weiß, was sie will, und bereit ist, dafür zu arbeiten. Und vor allem, dass sie nicht erwartet, dass jemand vorbei kommt und es für sie macht. (Süddeutsche Zeitung 12. Juli 2007)<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p>

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Gut geredet, Nora. Emanzipation vom Feinsten. Tapfer, trotzig, selbstbewusst. Daran ist nicht zu mäkeln. Ich erlaube mir gleichwohl, eine Anmerkung hinzuzufügen. Es gibt, ob man will oder nicht, Momente im Leben, da muss man sich helfen lassen. Vermutlich hat das jede/r schon mal erlebt. Bei der Geburt oder Unfall, bei Schicksalsschlägen oder tiefer Trauer. Dann bewährt sich eine besondere Seelenstärke. Dann ist die eine Heldin, die Hilfe annimmt, oder der ein Held, der Hilfe nicht verschmäht.<o:p></o:p>

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Mal bist du stark, wenn du alles alleine schaffen willst und schaffst. Mal bist du stark, wenn du alleine schwach bist, aber mit anderen zusammen das Leben meisterst. Prüfe, was bei dir eben heute dran ist: Heldenpose oder gemeinsames Handeln.<o:p></o:p>

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Achatius <o:p></o:p>

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