Krankenhausseelsorger Interreligiöser Kurs für Seelsorger


Ein Jahr Ausbildung und mehr als 150 Stunden Arbeit liegen hinter den acht Teilnehmenden des Kurses, jetzt haben sie es geschafft: die vier christlichen und vier muslimischen Freiwilligen können sich Seelsorger nennen und in Krankenhäusern Menschen in Not helfen. Es war der erste interreligiöse Kurs dieser Art.

Die evangelische Kirche in Hamburg engagiert sich schon lange in der Ausbildung von ehrenamtlichen Krankenhausseelsorgern. Ausschlaggebend ist dabei nicht ein christliches, sondern ausdrücklich ein religiöses Menschenbild. Ob die angehenden Seelsorger Christen, Muslime oder Juden sind, ist für die Ausbildung nicht maßgeblich.

 

Lernen zu helfen

Die Teilnehmenden werden in Theorie und Praxis geschult. Sie lernen Kranke und Sterbende, aber auch deren Angehörige zu betreuen und ihnen zu helfen. Das Kursangebot wird durch den Kirchenkreisverband Hamburg organisiert und richtet sich an Frauen und Männer ab 30 Jahren. Auch 2020 werden wieder Kurse angeboten. Wie viel Zeit die Ehrenamtlichen später in die Arbeit als Seelsorger investieren entscheiden sie selbst.

Die acht erfolgreichen Teilnehmenden des interreligiösen Kurses erhalten am Donnerstag den 20. Februar ihre Zertifikate als ehrenamtliche Krankenhausseelsorger. Die Verleihung findet im Rahmen eines Gottesdienstes in der St. Georgskirche statt, bei dem auch ein Imam mitwirken wird.