Kirchenkreis gut gerüstet für die Fusion Kirchenkreis gut gerüstet für die Fusion

Auf der Frühjahrstagung der Pinneberger Kirchenkreissynode standen vor allem zwei Themen zur Entscheidung an:

  • der Haushalt für das Jahr 2008 sowie

  • die Finanzsatzung für den künftigen Krchenkreis Hamburg-West / Südholstein.

Die Synode verabschiedete den Haushaltsplan 2008 mit dem Rekordvolumen von rund 9,3 Mio. Euro. Möglich wurde dies zum einen durch die Umsetzung der in den vergangenen Jahren beschlossenen Einsparungsmaßnahmen. Zum anderen brachte die gestiegene Konjunktur auch in kirchliche Kassen erheblich viel mehr Einnahmen.

 


Die zusätzlichen Finanzen werden unterschiedlich in die Arbeit der Gemeinden und kichlichen Einrichtungen eingebracht. „Wir können jetzt nicht langfristige Verbindlichkeiten wie Neuanstellungen vornehmen.“ betonte Propst Thomas Drope. Schließlich wirkten sich zum Beispiel die Änderungen in der Alterspyramide mit der Zeit nachhaltig auf die Kirchen-steuereinnahmen aus. Man könne sich auch nicht dauerhaft an guten Konjunkturdaten ausrichten.

Mit den zusätzlichen Geldern werden nun Investitionsprojekte verwirklicht, die in der Vergangenheit zurückstehen mussten. So werden für rund 2,25 Mio. Euro sämtliche Pastorate auf einen baulich zufrieden stellenden Stand gebracht. Auch zurückgestellte Orgelsanierungen wurden genehmigt. Und selbst die Kirchengemeinden erhalten 25% mehr Zuweisungen für die kirchliche Arbeit vor Ort.Dennoch blieben genug Rücklagen für das Zusammengehen mit den Kirchenkreisen des Hamburger Westens, das für den 1. Mai 2009 vorgesehen ist.

Die Fusionspläne prägten denn auch den anderen Teil der Kirchenkreis-synode. Dem Entwurf einer gemeinsamen Finanzsatzung für den Kirchenkreis Hamburg-West / Südholstein stimmte die Synode mit großer Mehrheit zu. Diese Finanzsatzung soll zum 1. Mai 2009 in Kraft treten.

Was für die anderen drei Kirchenkreisen wenig Veränderungen mit sich bringt, ist besonders für die Kirchengemeinden des Kirchenkreises Pinneberg gewöhnungsbefürftig.

 

Wo bisher die Kosten für den Grundbedarf der Kirchengemeinden von der Gemeinschaft der Gemeinden und Einrichtungen getragen wurden (Personal und ähnliches), findet jetzt eine direkte Zuweisung eines Budgets an die Kirchengemeinden statt. Diese sind dann selbst verantwortlich für das Gleichgewicht Ihres Haushaltes. Andererseits eröffnet sich für sie stärker als bisher die Möglichkeit zu eigener Schwerpunktsetzung in ihrer Arbeit.

Die Höhe der finanziellen Zuweisungen – auch das ist neu – erfolgt künftig nur zu 75% nach der Gemeindegliederzahl. Die restlichen 25% berechnen sich nach der Bevölkerungszahl im Bereich der Kirchengemeinde.

Nach diesem Beschluss der Synode steht die Tür auf Seiten des Kirchenkreises Pinneberg weit offen für die Fusion der Kirchenkreise Altona, Blankenese, Niendorf und Pinneberg. Da auch die Synode des Kirchenkreises Blankenese der Finanzsatzung zugestimmt hat, stehen nun noch die Entscheidungen der Niendorfer und der Altonaer Synode aus.