Kirchenkreis Pinneberg im Aufwind Kirchenkreis Pinneberg im Aufwind

Auf der Frühjahrstagung der Pinneberger Kirchenkreissynode standen vor allem Berichte aus der Arbeit des Kirchenkreisvorstandes und die Verabschiedung des Haushaltes 2007 auf der Tagesordnung. Der Vorsitzende des Finanzausschusses, Pastor Norbert Dierks aus Halstenbek, betonte, dass seit Jahren endlich wieder ein ausgeglichener Haushalt ohne Rücklagenentnahme möglich sei. So verabschiedete die Synode den Haushalt mit einem Gesamtvolumen von 6,7 Mio €.

Noch zwei Jahre zuvor wurden an gleicher Stelle schmerzhafte Einschnitte im Personalbereich und in der Kindergartenfinanzierung beschlossen. Die Prognose damals ging davon aus, dass ohne drastische Einsparungen die Rücklagen Mitte 2007 verbraucht seien. „Diese Einsparungen haben gegriffen“, stellte Dierks fest.

So konnte das Haushaltsjahr 2006 mit einem Überschuss von 778.000 € abgeschlossen werden. Dadurch sei auch wieder Geld für den Erhalt der kirchlichen Bauten vorhanden. Viele Maßnahmen hätten in den vergangenen Jahren nicht durchgeführt werden können. In diesem Kontext mahnte der Synodale Andreas-M. Petersen zu Vorsicht. Vor größeren Baumaßnahmen müsse ein zukunftsfähiges Raumkonzept vorliegen.

Gleichzeitig verwies der Vorsitzende der Synode J. Andreas Schnapauff auf eine unerwartet positive Entwicklung bei den Kirchensteuereinnahmen. So werden etwa 650.000 € mehr in die Kassen des Kirchenkreises fließen, als es zwei Jahre zuvor der Fall war. Dies sei vor allem durch die anhaltend gute Konjunktur bedingt.

Allerdings könne man nur von einem ,Zwischenhoch' sprechen, mahnte Schnapauff. Am grundsätzlichen Problem der Kirchensteuereinnahmen habe sich nichts geändert. Die Zahl der alten Menschen, die von Kirchensteuerpflichten entbunden seien, steige weiterhin, und die Tendenz, Steuerlast auf indi-rekte Steuern zu verlagern, sei ungebrochen.

Fazit:

     

  1. Die finanzielle Entwicklung verläuft aufgrund von Einsparungen und Mehreinnahmen positiv. 
  2. Es konnte ein ausgeglichener Haushalt ohne Rücklagenentnahme beschlossen werden. Gesamtvolumen: 6,7 Mio €. 
  3. Eine Entspannung ergibt sich dadurch für den Augenblick. Dies ist kein Grund zu großem Jubel, bleibt doch die Finanzsituation mittelfristig bedenklich.