Ausstellung "Lichtblicke" Kunst von Geflüchteten


Zwanzig Künstlerinnen und Künstler aus Ländern wie Afghanistan, Syrien und Tschetschenien präsentieren aktuell ihre Texte und Bilder im Altonaer Museum. Unter dem Motto „Lichtblicke“ setzen sich die Geflüchteten mit den Themen „Ankommen“ und „Leben im Exil“ auseinander. Organisiert wird die Ausstellung durch das Projekt „wirsprechenfotografisch“, des Kirchenkreises Hamburg-West/Südholstein. 

„Für uns ist wichtig, dass die Künstler durch die Arbeit Selbstvertrauen gewinnen und sich engagieren können. Es ist ein Projekt für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, nicht für uns als Organisatoren. Ohne die Bereitschaft der Menschen hier mitzumachen, gäbe es das alles nicht“, erläutert Joceline Berger-Kamel, Gründerin und Projektleiterin.

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Großer Andrang bei der Eröffnung

 

Verständigung durch Fotografie

„wirsprechenfotografisch“ gibt es seit 2015. Die ursprüngliche Idee für das Projekt entstand aus einer normalen Seminararbeit an der Universität. Zu Anfang gab es nur eine einzige Kamera und ein winziges Budget. Mittlerweile wird das Projekt von verschiedenen Kooperationspartnern unterstützt und ist stark gewachsen. Mehr als 300 Geflüchtete haben schon mitgewirkt. Das Feedback ist sehr positiv.

„Mit vielen Leuten die bei uns mitgemacht haben, habe ich auch heute noch Kontakt. Einige helfen uns jetzt dabei, in den Erstaufnahmeeinrichtungen neue Fotografinnen und Fotografen zu finden und zu betreuen“, sagt Joceline Berger-Kamel.

Das Projekt soll weitergehen, neue Ausstellungen sind bereits in Planung. Die aktuellen Werke „Lichtblicke“ sind noch bis zum 4. Februar 2019 im Altonaer Museum zu sehen.