Laternen leuchten zum Martinstag

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Licht in die Dunkelheit bringen: Laternenumzüge zum Martinstag

Er teilte seinen Mantel mit einem Bettler: der heilige Martin, Patron der Armen und Geächteten. Das Erzbistum Hamburg lädt zu Martinsumzügen. Auch in evangelischen Gemeinden und Schulen leuchten die Laternen.

Mehrere tausend Kinder erwartet das katholische Erzbistum Hamburg am Dienstag bei den Laterne-Umzügen zum Fest des Heiligen St. Martin. Die Domgemeinde St. Marien im Stadtteil St. Georg lädt um 16.30 Uhr zu einem Gottesdienst mit anschließendem Umzug ein.

Fast 4.500 Mädchen und Jungen von 17 katholischen Grundschulen Hamburgs sind an den Umzügen beteiligt. Sie erwarten unter anderem in Stadtteilen wie Altona, Billstedt, Blankenese, Bergedorf, Hamm, Harburg, St. Georg, Wandsbek, Wilhelmsburg und Winterhude jeweils mehrere Hundert Teilnehmer. Startpunkt ist zumeist die örtliche katholische Schule. Echte Reiter und Spielmannszüge unterstützen den Gang durch die Straßen.

Zu Laternenfesten lädt auch Evangelische Familienbildung für Mittwoch und die Gemeinde Ohlsdorf-Fuhlsbüttel für Freitag ein. Die Dreikönigskirche in Haselau beginnt ihr Martinsfest am Dienstag um 18 Uhr mit einem Umzug. In der Kirche klingt der Abend mit einem gemeinsamen Essen und einer Gute-Nacht-Geschichte aus.

Der Legende nach war der jungen Soldat und spätere Bischof Martin von Tours (316-397) schon zu Lebzeiten für seine Hilfsbereitschaft und Bescheidenheit bekannt. So teilte er der Überlieferung nach in bitterer Kälte seinen Soldatenmantel mit einem Bettler, dem er  so das Überleben ermöglichte.

Das Singen von Martinsliedern geht ebenso wie der Brauch der "Martinsgänse" auf den Beginn der früher üblichen vorweihnachtlichen Fastenzeit zurück. Zum Schluss der Umzüge bekommen die Kinder traditionell "Martinshörnchen" geschenkt, auch "Weckmann" oder "Stutenkerl" genannt.

Zeit: Dienstag, 11. November, 16.30 Uhr
Ort: Mariendom, Danziger Straße 60