Letzter Propst des Kirchenkreises Pinneberg Letzter Propst des Kirchenkreises Pinneberg

Ein Stück Neuland betrat Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter vor gut 500 Gästen bei der Einführung des Pinneberger Propstes. Dieser ist der erste ,amtierende’ Propst Nordelbiens. Diese Bezeichnung wurde neu eingeführt und gilt für alle Pröpste, die ohne ausführliches Bewer-bungsverfahren für begrenzte Zeit durch die Kirchenkreissynode gewählt wurden.

Für Drope heißt dies: Er übernimmt das Amt des Propstes für zweieinhalb Jahre, denn danach wird im Rahmen der Fusion mit den Hamburger Nachbarkirchenkreisen das Amt des Pinneberger Propstes aufgelöst. „Sie wohnen wie Abraham in leichten Zelten“, sagte die Bischöfin im Blick auf die kurze Amtszeit. Sie bezeichnete Thomas Drope als „einen verlässlichen Begleiter im Prozess der Fusion“, einen „Anwalt und Gesprächspartner“ für die Gemeinden und die Diakonie.

Thomas Drope ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er war zehn Jahre Pastor in der Kirchengemeinde Ellerbek tätig und als stellvertretender Propst einige Jahre auch Mitglied im Kirchenkreisvorstand und im Diakonieausschuss des Kirchenkreises. „Die Pinneberger wissen, was sie an Ihnen haben. Das ist so wie eine Ehe nach langer Verlobungszeit“, meinte Bischöfin Wartenberg-Potter.

An der Einführungshandlung wirkten neben der Lübecker Bischöfin die ehemalige Pröpstin des Kirchenkreises, Dr. Monika Schwinge, der Propst des benachbarten Kirchenkreises Rantzau, Kurt Puls, sowie Haye Osterwald, Studienfreund und Propst von Kaliningrad, mit.

Ein ,Survival-Pack’ mit vielen nützlichen Dingen für das Leitungs-Amt des Propstes übergaben die drei Pröpste der benachbarten Hamburger Kirchenkreise. Horst Gorski (Altona), Karl-Heinz Melzer (Niendorf) und Arnd Schomerus (Blankenese) überreichten humorvoll Leitungs-Wasser, Landkarten, Kaleidoskop und vieles mehr. Auch Kreispräsident Burkhard E. Thiemann und Landrat Wolfgang Grimme sprachen ihre Glückwünsche aus.