Gedenktafel in St. Andreas Öffentliches Gedenken für die Corona-Toten


Monatelang kämpfte Axel Kopido mit der Krankheit, bis er ihr im Juli 2020 erlag. Er war einer der ersten die in Hamburg an Covid-19 erkrankten. Sein Name steht nun auf der neu eingeweihten Gedenktafel an der Kapelle der St. Andreas Kirche in Harvestehude.

Gleich am Eingang der Kapelle ist die Tafel angebracht, öffentlich zugänglich und einsehbar. Die Kirchengemeinde St. Andreas lädt Angehörige von an Covid-19 Verstorbenen aus Hamburg ein, den Namen ihrer Angehörigen auf der Gedenktafel festhalten zu lassen. Für jeden Menschen dessen Name dort eingetragen wird, soll es eine Gedenkfeier in der Kirche oder auf dem Kirchplatz vor der Offenen Kapelle geben.

Gedenkgottesdienst zur Einweihung der Tafel - Copyright: © Hans-Georg Hanl
Gedenkgottesdienst zur Einweihung der Tafel, am 27. Juli

Die Offene Kapelle in der Bogenstraße bietet seit Beginn der Pandemie rund um die Uhr die Möglichkeit, zu verweilen, eine Kerze zu entzünden und ein Gebet zu hinterlassen. Jetzt ist sie auch ein Ort des Gedenkens. Trauern um einen an Covid-19-Verstorbenen bedeutet für Angehörige und Freunde, wegen der andauernden Pandemie auch immer wieder mit dem Tod des nahen Menschen konfrontiert zu sein. Die Gedenktafel in der Offenen Kapelle soll ein Beitrag dazu sein, den „Tod ins Leben, in die Öffentlichkeit zu bringen“, wie Pastor Dr. Schoeler sagte. Die Gemeinde wolle dem Sterben an Covid-19 und den Toten einen Ort geben, wo alle ihre Trauer und ihre Gefühle dazu unterbringen, teilen und dann für den Moment auch loslassen können.