Schulische Suchtvorbeugung in Pinneberg Schulische Suchtvorbeugung in Pinneberg

"Das ist ja voll krass" - so der Kommentar eines Jugendlichen. Gerade war er mit einer ,Suchtbrille' über einen Parcours getorkelt. das hatte er nicht erwartet, simuliert die Brille doch einen hohen Alkoholgehalt im Blut. 

Dagegen setzt die Landesregierung in Zusammenarbeit mit den Suchtpräventionsstellen der Kreise auf ,Fun statt Vollraausch'. In den sieben Stationen des Parcours erfahren die Schüler - Altersgruppe 12-16 Jahre - alles über die Gefahren von Alkohol, Rauchen und Glücksspiel. Ziel ist es, Jugendliche zu einem kritischen Umgang mit Suchtrisiken anzuregen.

Dieses Projekt ist eine Kooperation der Landesregierung mit den örtlichen Einrichtungen der Suchtprävention. Dadurch sollen Synergieeffekte ermöglicht werden. Der Parcours wurde Anfang des Jahres 2008 gestartet und soll bereits im ersten Jahr ca. 10.000 Schülerinnen und Schüler erreichen. In der Region Pinneberg konnten innerhalb einer Woche alle 8. Klassen der Haupt-, Real- und Förderschulen teilnehmen.

Seitens des Kirchenkreises Pinneberg ist die Suchtberatung Ansprechpartnerin für die ,legalen' Drogen. Anja Keller von der Suchtprävention äußerte sich begeistert: "Die Schülerinnen und Schüler konnten durch den Parcours einen ganz unverkrampften Zugang finden. Das merkte man ihnen an. Alle Gruppen waren gut engagiert."