Solidarität zwischen Seester und Altona Solidarität zwischen Seester und Altona

Ein für den Kirchenkreis Pinneberg neuer Verteilungschlüssel für die Kirchensteuermittel beschäftigte die Kirchenkreissynode auf ihrer Tagung am 29. August in Halstenbek. Die gemeinsame Finanzarbeitsgruppe der vier Kirchenkreise Altona, Blankenese, Niendorf und Pinneberg hatte einen ersten Entwurf für eine neue Finanzsatzung vorgelegt.

 



Grundlegend neu ist für die Kirchengemeinden der Verteilschlüssel. Wurde vorher nach dem in den Gemeinden bestehenden Bedarf verteilt ist nun eine Verteilung vorgesehen, die zu 75% nach Gemeindegliedern und zu 25% nach Einwohnern aufgeteilt ist. Die Unterschiede zum bisherigen Verteilkonzept sind erheblich. So würde die Kirchengemeinde Kummerfeld 30% mehr Kirchensteuermittel erhalten, während die Kirchengemeinde Haselau sich mit 46% der bisherigen Zuwei-sungen zufrieden geben müsste.

 



Der Haselauer Pastor Andreas-M. Petersen sieht dies derzeit jedoch noch ganz gelassen. „Natürlich ist das weit unterhalb einer möglichen Finanzierung des Gemeindelebens. Allerdings gewährleistet die Verfassung der Nordelbischen Kirche, dass in jeder Gemeinde Verkündigung und Seelsorge stattfindet. Und wenn das so ist, dann muss dafür auch die Gemeinschaft der Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen einstehen.“

 



Aber auch Synodale aus anderen Gemeinden forderten den Kirchenkreisvorstand auf, in den weiteren Fusionsverhandlungen mit den drei anderen Kirchenkreisen die Existenzsicherung der kleinen ländlichen Gemeinden besonders in den Blick zu nehmen.

Ähnlich äußerte sich auch Propst Thomas Drope. Für ihn sei wichtig, dass in einem künftigen Großkirchenkreis die Solidarität der Kirchengemeinden zwischen Altona und Seester mit ihren jeweiligen Problembereichen gewährleistet ist.

 



Mit einigen Änderungsvorschlägen geht die Finanzsatzung nun wieder in die Beratungen. Mit der Fusion der Kirchenkreise im Jahr 2009 soll sie in Kraft treten.