Suchtberatung Pinneberg Sorgen und Ängste von Kindern in Corona-Zeiten

Sozialarbeiterin Gina Laskowski ist froh, die betreuten Kinder des Projekts "Farbenfroh" wieder zu Einzelgesprächen einladen zu können.

Schon bei vielen Erwachsene sorgen die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie für Stress und Angst. Kindern geht es da nicht anders. Die „Farbenfroh“-Kindergruppe der Suchberatung in Pinneberg, bietet für Kinder und ihre Eltern betreute Einzelgespräche an. Die Kinder sollen die Möglichkeit bekommen, ihre Sorgen und Ängste los zu werden.

„Viele Kinder sind überlastet damit, die Hausaufgaben allein zu Hause machen zu müssen. Und wenn dann niemand da ist, der ihnen helfen kann, gibt es schnell ein Problem“, erklärt Gina Laskowski. Die Sozialarbeiterin arbeitet seit vier Jahren in der Suchtberatung der Diakonie. Ihr Projekt „Farbenfroh“ richtet sich an Kinder aus Familien, wo eines oder beide Elternteile ein Suchtproblem haben.

„Familien mit Suchtproblematik sind ganz normale Familien. Aber es ist wichtig mit Problemen offen umzugehen und ehrlich zu sich zu sein. Dann können wir auch helfen“, sagt Gina Laskowski.

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Für die Gruppensitzung bilden die Kinder einen Stuhlkreis, inklusive Rutsche und vielen Kissen. Im Moment sind wegen der Corona-Pandemie nur Einzelgespräche möglich.

In den vergangenen Wochen konnten die Helferinnen und Helfer aus der Suchtberatung die Menschen nur telefonisch betreuen. Seit Anfang Mai sind für die Kinder zumindest wieder Einzelgespräche möglich. Drei Termine gab es schon, weitere sind geplant. Um den Kontakt mit den betreuten Kindern nicht ganz zu verlieren, hatte Gina Laskowski in den Wochen vorher Hausbesuche gemacht. An der Haustür übergab sie, mit Abstand, Jonglierbälle für die Kinder. „Die Kinder haben teilweise kein Handy und können mich nicht einfach mal anrufen. Da war der kleine Kontakt, auch mit Abstand, sehr wichtig.“

 

Die Beratungsstelle arbeitet weiter – trotz Corona

Grundsätzlich geht die Beratung in der Einrichtung weiter, nur eben nicht vor Ort, sondern telefonisch. Nicht nur für Kinder, auch für die Erwachsenen.

„Viele wissen gar nicht, dass wir trotz Corona erreichbar sind“, sagt Maria Schildknecht, die die Suchtberatung in Pinneberg leitet. „Ich bin gerade erst gefragt worden, wann es denn wieder losgeht mit den Gruppensitzungen. Aber das können wir jetzt noch nicht sagen. Trotzdem sind wir für unsere Klienten da. Einfach eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter hinterlassen, mit Telefonnummer und wir melden uns zeitnah zurück.“

Beratungen sind möglich von Montag bis Donnerstag 9.30 Uhr – 18.00 Uhr und freitags von 9.30 Uhr bis 13.00 Uhr - per Telefon: 04101 – 84 50 44 0 oder via Email: suchtberatung.pinneberg@diakonie-hhsh.de