Kirchenmusiker künftig beim Kirchenkreis angestellt Synode hat getagt

Mit großer Mehrheit beschließt die Kirchenkreissynode Pinneberg ein neues Konzept für die Kirchenmusik. Künftig sollen vier Stellen auf Kirchenkreisebene den Stand der Kirchenmusik sichern. Bisher waren Mitarbeitende im Umfang von 9,51 Stellen im gesamten Kirchenkreis tätig. Damit die Kirchenmusik nicht auf allen Stellen so weit reduziert wird, dass ihre Existenz gefährdet ist, entschied sich die Kirchenkreissynode für das neue Kirchenkreiskonzept.

Kirchenmusikalische Zentren

Pinneberg, Rellingen und Uetersen gelten demnächst als ,kirchenmusikalische Zentren’ und erhalten eine spezielle Absicherung: Sie werden mit einer ganzen Kirchenmusikerstelle ausgestattet. In Pinneberg bezieht sich die Stelle auf drei, in Uetersen auf zwei Kirchengemeinden. Rellingen hat eine kleine Nachbargemeinde mitzuversorgen.

An diesen ,kirchenmusikalischen Zentren’ soll neben der musikalischen Grundversorgung von Gottesdiensten und Amtshandlungen auch weiterhin die kirchenmusikalische Arbeit mit Chören und Konzerten möglich bleiben.

In allen anderen Gemeinden steht die kirchenmusikalische Grundversorgung im Vordergrund. Gottesdienste, Trauungen und Beerdigungen sollen auch weiterhin musikalisch ausgestaltet werden. Die Gemeinden Halstenbek und Tornesch erhalten dafür jeweils eine halbe Kirchenmusikerstelle, haben aber ebenfalls eine andere Gemeinde mitzuversorgen. Für die anderen Kirchengemeinden reichen die Finanzen nur für entsprechende Honorare.

Alternative

Eine Minderheit sprach sich dafür aus, die Verantwortung bei den Kir-chengemeinden zu belassen und die Stellen stärker als bisher durch zusätzliche Finanzierungsmodelle zu sichern. Die Synode entschied sich jedoch für die rein kirchensteuerfinanzierte Variante, um so den Mitarbeitenden größtmögliche Sicherheit zu bieten. Auch der Konvent der Kirchenmusiker/innen favorisierte das von der Synode beschlossene Konzept.

Kündigungen

Bis Ende des Jahres wird allen fest angestellten Kirchenmusiker/innen gekündigt. Der Kirchenkreisvorstand wird in Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden und den Mitarbeitenden über die weiteren Anstellungsmöglichkeiten beraten. Dabei werden die ordentlich nicht kündbaren Mitarbeitenden Priorität erhalten müssen.

Ziel dieser Maßnahmen ist, für das Jahr 2007 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Dies ist für die Fusionsverhandlungen im Hamburger Westen wichtig, aber durch die schwindenden Rücklagen des Kirchenkreises auch geboten.

 

Andreas-M. Petersen, Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Pinneberg