Von der Schmuddelecke zum Begegnungszentrum Von der Schmuddelecke zum Begegnungszentrum

Aus einem baufälligen Container ist die Einrichtung des Diakonischen Werks des Kirchenkreises Niendorf vor einem Jahr in ein kleines freundliches Gebäude mit mehreren Räumen am Lütjenmoor umgezogen. Hier gibt es Wärme, Essen, Getränke, die Möglichkeit zu duschen, Wäsche zu waschen und zu trocknen und einen Computer zu nutzen, Gespräche zu führen und sich beraten zu lassen. 

 

Am 17. September feierten Gäste und Ehrenamtliche in und um die seit einem Jahr neue TAS ein fröhliches Sommerfest. Unter den rund 80 Gästen waren die Stadtpräsidentin von Norderstedt Kathrin Oehme (CDU), die neue Landrätin des Kreises Segeberg Jutta Hartwieg (SPD), und Unterstützer und Unterstützerinnen der TAS aus Norderstedt, aus verschiedenen Kirchengemeinden, Diakonischem Werk und Kirchenkreis. Gekommen waren auch Andreas Großer von der Stiftung Evangelische Darlehnsgenossenschaft (EDG) Kiel, der einen Scheck über 2.600 Euro überreichte und Dr. Reinhard Zahn mit einem Scheck über 500 Euro vom Lions Club Norderstedt-Forst Rantzau. Der Party Service Perfekt hatte Grillwürstchen gespendet und Gila Wendland 25 „TASsen“ für die TAS zum Verkauf getöpfert. 

Tabea Müller, Leiterin der TAS, hatte lange für den Umzug der TAS gekämpft. „Es war ein wirklich alter Container, eine richtige Schmuddelecke, vor allem ein Treff für Alkoholiker, voll geraucht, mit nur einem Raum, in dem Beratung kaum möglich war. Wir brauchten dringend etwas Neues!“ Es kostete sie drei Jahre, bis sie Verantwortliche in Politik und Kirche von der Notwendigkeit eines neuen Gebäudes überzeugt und das nötige Geld gesammelt hatte. Jetzt, nach einem Jahr in den neuen Räumen, sagt sie: „Meine Vision einer Begegnungsstätte ist Wirklichkeit geworden. Hier treffen sich Menschen mehrerer Generationen, verschiedener Schichten, die das Gespräch, Beratung, Hilfe oder Zuflucht suchen. Sie finden bei uns Geborgenheit und Wärme und immer ein offenes Ohr.“ 

 

Ein Geschenk, das beim Fest manche zu Tränen rührte, war die schlichte Postkarte eines Gastes. Ihr Text: "Mit diesen herzlichen Glückwünschen möchte ich mich beim Personal der TAS aus vollstem Herzen bedanken. Ihr habt mir ein Stück meines Lebens wiedergegeben, was ich nicht mehr hatte. Eure Liebe zum Menschen und Vertrauen haben es geschafft, dass ich auch mal wieder lachen und Freude am Leben haben kann. Vielen Dank für alles und dass es euch noch lange gibt. Euer Hermann". 

Weitere Informationen bei: 

  • Tabea Müller
  • Tagesaufenthaltsstätte und Beratung für Wohnungslose
  • Tel. 040 - 5232070

Monika Rulfs