Heiligabend 2020 Weihnachten im Stadion

Gebetet wird oft im Fußballstadion, wenn Fans um den Sieg ihres Teams bangen. Weihnachten im Stadion zu feiern, ist dagegen eher ungewöhnlich.

Im Stadion des SV Lurup spielen normalerweise die Fußballer in der Bezirksliga West. 5.000 Besucher passen theoretisch hinein, in Corona-Zeiten mit Abstand ein paar weniger. An Weihnachten soll hier nicht der Ball rollen, sondern die Geburt von Jesus Christus gefeiert werden. Die Auferstehungskirchengemeinde Hamburg-Lurup plant einen Gottesdienst im Stadion.

„Das ist im Moment der beste Ort unter den gegebenen Umständen. Mit großer überdachter Tribüne. Mit dem Bezirksamt haben wir auch schon gesprochen“, erklärt Pastor Martin Goetz-Schuirmann. Da wegen der Corona-Pandemie nur wenige Menschen gleichzeitig in der Kirche Platz finden, suchte die Gemeinde einen Ort, um möglichst viele Menschen zum Gottesdienst einladen zu können und trotzdem die Abstandsregeln einzuhalten. Neben dem Gottesdienst im Stadion um 15 Uhr soll es aber auch kleinere Veranstaltungen in der Auferstehungskirche selbst geben.

Pastorin Britta Goerke von der Kirchengemeinde "Zu den 12 Aposteln" in Hamburg-Lurup. - Copyright: © Kirchengemeinde "Zu den 12 Aposteln"
Pastorin Britta Goerke von der Kirchengemeinde "Zu den 12 Aposteln" in Hamburg-Lurup.

Mit dem Telefon zum Gottesdienst

Auch in der benachbarten Kirchengemeinde „Zu den 12 Aposteln“ laufen die Planungen für den Heiligabend. Hier hat man sich andere Lösungen überlegt, um trotz der Corona-Maßnahmen Weihnachten feiern zu können. Neben einem Krippenspiel mit verschiedenen Stationen an der Kirche und einem digitalen Gottesdienst auf YouTube wird es auch einen Telefongottesdienst geben.

„Den Telefongottesdienst machen wir schon seit März. Das schenkt denen, die nicht in die Kirche kommen können, die Möglichkeit trotzdem dabei zu sein“, sagt Pastorin Britta Goerke. „Es bringt einen wirklich nah zusammen. Da wird auch schon mal durcheinandergeredet. Man hört halt alles, was im Hintergrund passiert. Aber das bauen wir dann in die Liturgie ein.“

 

Bis zu 40 Menschen sind wöchentlich am Hörer

In der Regel kommen unter Corona-Bedingungen zwischen 20 und 30 Menschen in die Kirche, mehr dürfen es nicht sein. 30 bis 40 schalten sich per Telefon dazu. Die Software erlaubt auch Musik und Glockengeläut einzuspielen. Pastorin Goerke empfiehlt den Teilnehmenden es sich zu Hause gemütlich zu machen, mit einer Kerze und einem schönen Platz im Sessel.

„Es ist eine interessante Erfahrung, auch für mich als Pastorin“, sagt sie. Am Heiligabend beginnt der Telefongottesdienst in der Kirche „Zu den 12 Aposteln“ in Lurup um 17 Uhr.

Alle Gottesdienste in den Kirchengemeinden in Hamburg und im Umland sind in den kommenden Wochen im Veranstaltungskalender von Kirche-Hamburg zu finden. In diesem Jahr gibt es eigene Kategorien für besondere Online-Angebote.