Zukunftswerkstatt der Leitungskräfte Zukunftswerkstatt der Leitungskräfte

Wie kann sich die Arbeit der evangelischen Kindertagesstätten auf die Anforderungen der Zukunft ausrichten? Das war die entscheidende Frage auf der ,Zukunftskonferenz Kindertagesstätten’, die die Fachberaterin des Kirchenkreises Pinneberg, Silke Raun, einberufen hatte. Gut 50 Leiter/innen, stellvertretende Leiterinnen sowie Vertreter/innen der Träger waren zu der zweitägigen Veranstaltung in das Begegnungshaus Hainholz nach Elmshorn gekommen. 

„Wir haben miteinander einen Weg aus der Vergangenheit in die Zukunft beschritten,“ erklärte Moderatorin Dr. Heide Völtz. Dabei sei klar geworden, dass neue Anforderungen an die Arbeit gestellt werden: ein stärker werdender Migrationshintergrund, vermehrte Verhaltensauffälligkeiten bei den Kindern, immer häufigere Beratungstätigkeiten gegenüber den Eltern, eine sich deutlich verändernde Personalausstattung und aus dem allen heraus ein höherer Bedarf an Fortbildung. 

Die Antwort auf die Veränderungen wird derzeit in einem gemeinsamen KiTa-Werk für den neuen Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein gesehen. Organisationsentwickler Matthias Schmidt: „Diese Zukunftskonferenz soll Lust machen über das KiTa-Werk nachzudenken: Wo sind wir gemeinsam stärker? Was müsste ein gemeinsames Werk leisten!“ Auf fünf Punkte wurde besonderes Augemerk gelegt: Beratung, Transparenz, Finanzierung Mitarbeiter-Pool und Qualität. 

 

Vor allem die Transparenz lag den Anwesenden am Herzen. „Wenn die Pläne auf dem Tisch liegen, sind wir gerne bereit, uns einzubringen,“ erklärte Siegfried Duvigneau von der Kirchengemeinde Bönningstedt. Ähnlich drückte es stellvertretend für die Mitarbeiterinnen auch Irene Goldenstein-Gloer vom Kindergarten Pinneberg-Waldenau aus: „Wir wollen über die Entwicklung bescheid wissen. Dazu werden wir die Transparenz immer wieder anmahnen. Aber gleichzeitig wollen wir gerne auch unsere Arbeit transparent machen.“ 

Die Hoffnungen und Erwartungen an ein gemeinsames Werk sind groß. Eine Verbesserung der Personalausstattung, ein zielgerichtetes Fortbildungsangebot, eine stärkere Vernetzung im Bereich professioneller Beratung für Familien und vor allem eine Entlastung im organisatorischen Bereich. 

 

„Das Anforderungsprofil, das wir heute erarbeitet haben, geht in unsere Gespräche mit den anderen Einrichtungen des neuen Kirchenkreises ein“, betonte Silke Raun. Denn sie vertritt nur die Einrichtungen des Kirchenkreises Pinneberg und die schleswig-holsteinischen des Kirchenkeises Blankenese. Daneben gibt es die KiTa-Werke in Blankenese und Niendorf sowie Einrichtungen im Kirchenkreis Atona. Ein gemeinsames KiTa-Werk für den gesamten Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein ist für das Jahr 2009 geplant.