Ehrenamt

Anlaufstellen, Projekte, Möglichkeiten zu helfen

Jannik Veenhuis

Jannik Veenhuis

Demokratie funktioniert nur, wenn Bürger sich einmischen. Mit jüngeren Menschen Ideen, Fragen und Vorgehensweisen weiter zu entwickeln, macht mir großen Spaß. Deshalb engagiere ich mich ehrenamtlich in der Jungen Akademie für Zukunftsfragen. Ich habe mit Freunden selbst so begonnen. Aus unserer Idee ist inzwischen der Verein LIQA geworden, der Begegnungen zwischen jungen Menschen aus Deutschland und der arabischen Welt fördert. 

Jannik Veenhuis studiert Islamwissenschaft und arbeitet ehrenamtlich als Konzeptentwickler der Jungen Akademie für Zukunftsfragen im Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein

Claudia Rickert

Claudia Rickert

Ich engagiere mich seit 20 Jahren im Weltladen in Altona, denn es ist mir wichtig, die Arbeit der Menschen in der sogenannten Dritten Welt mit fairen Preisen zu unterstützen, damit sie in Würde leben können. Mit gefällt das Gespräch mit Kunden über die Herkunft der Waren. Ich arbeite gern mit Frauen zusammen, die mit ihrer Arbeit dasselbe Ziel verfolgen wie ich.

Claudia Rickert arbeitet einmal pro Woche im fairwind-Weltladen in Altona

Atena Baghian und Ali Ferdows

"Sonntags nach dem Gottesdienst sind wir beim Kirchencafé in der Gemeinde Schiffbek-Öjendorf aktiv. Aber das ist nur ein Beispiel. Wir helfen Flüchtlingen, sich zurecht zu finden, übersetzen, begleiten, nehmen die Angst. Viele Menschen aus der Gemeinde haben uns geholfen. Wir wollen etwas davon wiedergeben."

Ali Ferdows ist gelernter Techniker und kam vor sechs Jahren aus dem Iran nach Deutschland. Seine Frau Atena Baghian zog zwei Jahre später nach.

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Gebraucht werden

Rund 20.000 Freiwillige engagieren sich in und um Hamburg in Kirche und Diakonie. Ihre Aufgaben sind vielfältig. "Es gibt fast nichts, was es nicht gibt", sagt Matthias Pregla vom Institut für Engagementförderung des Kirchenkreises Hamburg-Ost.

Freiwillige gestalten Kirche und Diakonie mit. Sie hören zu, machen Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für ihre Gemeinde. Pflegen einen Garten, erledigen Büroarbeiten, besuchen ältere Menschen, begleiten Flüchtlinge zu Behörden und Vieles mehr. Sie machen durch ihren Einsatz, ihre Entscheidungen und Kompetenzen vieles erst möglich.

Sie möchten sich auch engagieren? Wie Sie das passende Ehrenamt finden, erfahren Sie auf dieser Seite. 

Zuhören im Beratungs- und Seelsorgezentrum St. Petri - Copyright: BSZ St. Petri
Zuhören im Beratungs- und Seelsorgezentrum St. Petri

Loslegen, aber wie?

Wer sich engagieren möchte, hat viele Fragen: Was passt zu mir? Wie finde ich das richtige Angebot? Weiß ich schon genau, was ich möchte – oder möchte ich mich erst einmal umsehen? Wen kann ich ansprechen? Im Kasten rechts finden Sie Tipps, wie Sie vorgehen können. Und noch etwas: Sie können sich Mühe sparen, wenn Sie sich eine kleine Liste für mögliche Lieblingsbeschäftigungen aufschreiben und sich überlegen, wie viel Zeit Sie gerne spenden würden.

Erste Schritte

  • Fragen Sie bei Ihrer Kirchengemeinde an. Welche das ist, können Sie hier herausfinden. In den Gemeinden gibt es in der Regel gut eingespielte Betätigungsfelder für ehrenamtliches Engagement. Rufen Sie im Kirchenbüro an und fragen Sie, wer für die Ehrenämter zuständig ist.

  • Sie können auch beim ServiceTelefon Kirche und Diakonie Hamburg nach Projekten Ihres Interesses fragen. Die Mitarbeiterinnen sind unter 040/30 62 03 00 montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr erreichbar.

  • Angebote und Ansprechpartner der Diakonie  - der sozialen Arbeit der evangelischen Kirche - finden Sie hier. Unter dem Menüpunkt „Freiwillig“ erhalten Sie auch Informationen zum Freiwilligen Sozialen Jahr und zum Bundesfreiwilligendienst.

  • In vielen Bezirken Hamburgs gibt es Freiwilligenagenturen. Sie informieren Interessierte zum bürgerschaftlichen Engagement und vermitteln Tätigkeiten, die zur eigenen Neigung passen. Zur Website

Köpfe zusammenstecken für einen guten Zweck

Jung und engagiert

Einige tausend Jugendliche sind in Hamburgs Kirchengemeinden ehrenamtlich aktiv. Sie leiten Freizeiten, gestalten Gottesdienste, engagieren sich in sozialen Projekten. Sie bringen ihre Talente ein, musikalisch, kreativ, spielerisch, moderierend. Das nötige Handwerkszeug für Gruppen lernen sie bei Schulungen wie '14plus' oder der 'Teamercard'. Kleiner Nebeneffekt: In Hamburg kann man sein kirchliches Engagement sogar ins Schulzeugnis eintragen lassen – ein Plus bei Bewerbungsgesprächen.

Weitere Details hier

Ursel Neuhoff ist in Rellingen für die Turmuhr zuständig

News aus Hamburg

Lesen Sie von Menschen, die sich in Kirche und Diakonie engagieren. Erfahren Sie bei kirche-hamburg.de, was sich Neues im Bereich der ehrenamtlichen Arbeit entwickelt und wovon Sie profitieren können. Zu den aktuellen Texten geht es hier

Hintergründe erfahren

  • Ehrenamt und Freiwilliges Engagement waren in der Kirche immer zentral. Schon im Neuen Testament wird erzählt, wie Menschen durch Wahl beauftragt wurden, für andere in der Gemeinde  zu sorgen, die sonst zu kurz gekommen wären. Die Wahl der sieben Diakone ist nachzulesen im Neuen Testamen, Apostelgeschichte 6. Das öffentliche Ehrenamt ist im 16. Jahrhundert im Rahmen der Neuordnung der "Armenfürsorge" entstanden. 

  • Heute gibt es eine große Bandbreite von Freiwilligenarbeit und Ehrenamt in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, auch in der Kirche. Ehrenamt stiftet Sinn. Es wird wichtiger für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft im Zeichen einer sich ständig verändernden Welt. Bestes Beispiel hierfür ist das Engagement für und mit Geflüchteten.

  • Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Fachstellen der beiden Hamburger Kirchenkreise und des Diakonischen Werks beraten und schulen Gemeinden, Institutionen und Interessierte zum ehrenamtlichen Engagement. Ansprechpartner finden Sie hier:

  • Weil das Thema Ehrenamt ein zentrales für Kirche ist, hat die Ev.-Luth. Nordkirche eine Arbeitsstelle Ehrenamt eingerichtet. Leiterin der Arbeitsstelle ist  Dr. Kristin Junga. Zum Kontakt