Tag der Reformation in Hamburg

Zwischen Tradition und Zukunft

Hamburg und die umliegenden Bundesländer haben mit dem „Tag der Reformation“ am 31. Oktober einen neuen gesetzlichen Feiertag bekommen. Die evangelische Kirche wird diesen Tag mit Gottesdiensten feiern und die Bedeutung der Reformation für Hamburg würdigen.

Gleichzeitig soll im Dialog mit anderen Kirchen und Religionsgemeinschaften, Akteuren aus Kunst, Kultur, Politik und Zivilgesellschaft über notwendige Veränderungen und Reformen in Kirche und Gesellschaft nachgedacht werden. So plädiert Hamburgs Bischöfin Kirsten Fehrs dafür, dass der 31. Oktober „zu einem Tag des gesellschaftlichen Aufbruchs“ wird.

Reformation in Hamburg - Copyright: Andreas-M. Petersen

Wozu "Tag der Reformation" – zum Durchklicken:

Kirsten Fehrs, Bischöfin des Sprengels Hamburg und Lübeck, zum Tag der Reformation - Copyright: Marcelo Hernandez / Nordkirche
Dietrich Wersich, CDU Bürgerschaftsfraktion, zum Tag der Reformation - Copyright: Dietrich Wersich
- Copyright: Daniela Möllenhoff
Dr. Stefanie von Berg, GRÜNE Bürgerschaftsfraktion Hamburg, zum Tag der Reformation
Frank Engelbrecht, Pastor an der Hauptkirche St. Katharinen, zum Tag der Reformation - Copyright: Thomas Hampel, Elbe & Flut

Hamburger Reformation

Hamburg ist eigentlich keine der klassischen Reformationsstädte wie Wittenberg, Genf oder Zürich. In Hamburg zog die Reformation durch Luthers Freund Johannes Bugenhagen ein. Seine Reformen haben die Stadt nachhaltig geprägt.

Das Bildungs- und Sozialsystem lebt bis heute von den Ideen der Reformatoren, die musikalische Tradition der Stadt ist ohne die Reformation so kaum denkbar - und als sichtbares Zeichen ist der Michel als evangelische Kirche auf fast jeder Ansichtskarte der Stadt zu sehen.

Hintergründe, Geschichten, Menschen und vieles mehr zeigt die Website "Hamburger Reformation".

Video: Reformation für Einsteiger

- Copyright: hamburger-reformation.de
Apfelbäume pflanzen am Tag der Reformation - Copyright: Kirchenkreis hamburg-Ost

Reformation der Apfelbäume

„Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich noch heute ein Apfelbäumchen pflanzen.“ Ob dieser Satz tatsächlich von Martin Luther stammt oder nicht, darüber streiten sich die Forscher.

Als Zeichen der Hoffnung und Nachhaltigkeit taugen Apfelbäumchen jedoch allemal. Deshalb pflanzen Gemeinden sie in und um Hamburg seit 2011 an. Auf unserer Karte finden Sie alle Orte.

...und was ist mit Halloween?

Kindersingen, Gruselgestalten, Kürbisleuchten – Halloween fällt genauso wie das Reformationsfest auf den 31. Oktober, den Vorabend des katholischen Festes Allerheiligen (All Hallows' Eve). Oft wird beides so gesehen, dass es sich widerspricht. 

Aber: Dass Menschen in allem Grusel des Lebens sich getrost auf Gott verlassen können, das ist die Erkenntnis, mit der Martin Luther die Welt verändert hat.

Reformation und Halloween haben also miteinander zu tun. Vielleicht ergänzen sie sich sogar, sagt die Theologin Johanna Haberer auf evangelisch.de.

Halloween und Reformation © rawpixel / unsplash - Copyright: rawpixel / unsplash