Feministische Perspektiven auf Sorgearbeit

"Care" in der Postwachstumsgesellschaft 

Montag, 25. Januar, 19 Uhr
Wie können Sorgearbeit und eine Postwachstumsgesellschaft zusammengebracht werden? Durch die Endlichkeit der natürlichen Ressourcen und die Klimaerwärmung stößt unser wachstumsbasiertes Wirtschaftsmodell an Grenzen. Doch was kommt danach? Sollte Sorgearbeit in einer neuen Ökonomie bezahlt oder als gesellschaftliche Arbeit geleistet werden? Die Referentin geht der Frage nach, welche Rolle „Care“ in einer lebensdienlichen Ökonomie einnimmt und stellt verschiedene feministische Positionen dazu vor.
Referentin Corinna Dengler, MSC, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Universität Vechta, Wirtschaft und Ethik
Leitung Waltraud Waidelich, Frauenwerk der Nordkirche, Pastorin Dr. Michaela Will
Ort Digitale Veranstaltung
Kosten keine
Anmeldung seminare@frauenwerk.nordkirche.de, Tel. 0431 557 791 00


grün und widerständig

Feministisch-theologisch-ökologischer Salon

Klimagerechtes Handeln setzt auch Veränderungen im Glauben und Denken voraus. Die Analyse zum Verhältnis von Geschlechterverhältnissen und Klimaforschung bietet in diesem Halbjahr die Grundlage für die Lektüre und Diskussion theologischer Texte aus interschiedlichen Traditionen, Jüdische, christliche und indigene Stimmen kommen zu Wort. Die Abende können auch einzeln besucht werden.
dienstags, 19-21 Uhr
26. Januar: Geschlechterverhältnisse und Klimawandel (Sybille Bauriedl)
23. Februar: Mutter Erde als Mitschöpferin (Musa Dube)
30. März: Noachiden - Archetypen der Artenvielfalt (Deborah Willinger)
27. April: Eine Theologie der Tiere (Simone Horstmann)
25. Mai: Auf der Rückkehr zu heiligen Lebensweisen (Winona LaDuke)
22. Juni: Umkehren statt Hoffen - Biblische und andere Weltuntergänge (Luzia Sutter-Rehmann)
Weitere Termine: 24.8., 29.9., 26.10., 23.11., 14.12.
Leitung: Pastorin Dr. Michaela Will und Saloniéren
Ort: Zoom-Videokonferenz
Anmeldung: gabriele.biell@kirchenkreis-hhsh.de, Tel. 040 558 220-156


© Loretta Rossita

Klimabewusstsein erden Mitmachprojekt für Klimagerechtigkeit

Säen und Saatgut ernten, alte Gemüse- und Obstsorten bewahren, Lebensraum für Insekten schaffen, Humus aufbauen und so zu einem klimagerechteren Handeln gelangen – das ist das Ziel dieses Projekts. Räume für Engagement, Vernetzung  und Spirituelles eröffnen sich. Im Rahmen des Projekts wird auch Saatgut zur Verfügung gestellt. Gesucht werden Menschen, die Zeit und Lust haben, dieses Saatgut zu vermehren und weiterzugeben. Ausführliche Informationen können Sie sich hier herunterladen.

Samstag, 6. Februar, 15 – 17 Uhr:
„Wer die Saat hat, hat das Sagen“, Onlineseminar der Klima-AG des Frauenwerks der Nordkirche,

Samstag, 21. Februar, 15 – 17 Uhr:
Tauschbörse für Saatgut, Erfahrungen und Ideen, Haus der Kirche, Max-Zelck-Straße 1, Niendorf

Mittwoch, 24. Februar, 19 – 21 Uhr
Urban Gardening in Niendorf, Projekttreffen, Verheißungskirche, Sachsenweg 2, Niendorf

Samstag, 20. März, 14 – 16 Uhr
Wie baue ich ein Hochbeet?, Outdoor-Seminar mit Hochbeetbau, Verheißungskirche, Sachsenweg 2, Niendorf

Sonntag, 2. Mai, 15 – 17 Uhr
Himmel und Erde, Gartenandacht mit Pflanzentausch, Kleingartenverein Bahrenfeld

Samstag, 29. Mai, 15 – 17 Uhr
Die Welt des Komposts und der natürlichen Düngung, Outdoor-Seminar mit Anlegen eines Komposts, Ort noch offen

Sonntag, 20. Juni, 15 – 17 Uhr
Teil eines Ganzen sein, Interkulturelle Gartenandacht mit Pflanzentausch und Gartenführung, Bahrenfelder LutherGarten

Kontakt Pastorin Dr. Michaela Will
Anmeldung gabriele.biell@kirchenkreis-hhsh.de, Tel. 040 558 220-156


Sklaverei heute

Seminar zum weltweiten Menschenhandel

Dienstag, 9. Februar, 19:00 – 21:0 Uhr
Noch nie gab es so viele Sklav*innen wie heute: Weltweit werden 40 Millionen Menschen festgehalten, ausgebeutet und missbraucht. Und: Deutschland ist drittgrößter Importeur von Risikoprodukten. Jedes Jahr werden Waren im Wert von 30 Milliarden US-Dollar nach Deutschland importiert, die mit Sklaverei zusammenhängen könnten. Die christliche Organisation International Justice Mission (IJM) befreit weltweit Menschen aus Sklaverei und stoppt nachhaltig Gewalt gegen Menschen in Armut.
Die IJM Regionalgruppe Hamburg und das Frauenwerk laden ein zu einem Vortragsabend, an dem die aktuelle Situation von Menschenhandel dargestellt wird. Der Vortrag nimmt den Bezug zu Deutschland in den Blick und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf. Im Anschluss gibt es Zeit für Fragen und Austausch.
Referentinnen Nora Krauss, Luisa Schulze, Botschafterinnen IJM
Leitung Kelly Thomsen
Ort Digital. Den Link bekommen Sie nach der Anmeldung.
Anmeldung gabriele.biell@kirchenkreis-hhsh.de, Tel. 040 558 220-156


© Gerd Altmann

Trotz Abstand berührend

23. Norddeutsches Forum Femninistische Theologie

Samstag, 20. Februar, 10 – 16 Uhr
Seit der Corona-Pandemie übt sich die Menschheit im Abstandhalten. Auch das religiöse Leben ist im Kern betroffen. Religiöse Erfahrungen zeichnen sich dadurch aus, dass Abstände zwischen Gott und Menschen und unter Menschen überbrückt werden. Geschlechterbewusste Theologie schaut auf das Sein in Beziehungen. Beziehungen werden in Körperhaltungen, Ritualen und im Singen symbolisiert. Die biblische Tradition bezeugt, dass sich Gott „berührend“ mitteilt. Prophet*innen und Jesus heilen, indem sie berühren und die Inklusion von zuvor Ausgegrenzten bewirken. Die Theologin und Mitherausgeberin der Bibel in gerechter Sprache Helga Kuhlmann denkt mit uns darüber nach, wie wir uns trotz Abstandsregeln für solche Berührungen öffnen können.
Referentin Professorin Dr. Helga Kuhlmann, Systematische Theologie, Universität Paderborn
Leitung Pastorin Katja Hose und Irene Pabst, Frauenwerk der Nordkirche
Ort digital, den Link bekommen Sie nach der Anmeldung
Kosten Frühbucherinnen bis 21. Dezember 30 €, danach 35 €
Anmeldung seminare@frauenwerk.nordkirche.de, Tel. 0431 557 791 00

Den offiziellen Flyer können Sie sich hier herunterladen


© Shutterstock

Vielfalt und Feminismus

Online-Veranstaltungsreihe

Feminismus ist vielfältig und bunt. Und Vielfalt bedeutet Reichtum und Stärke. Hier liegen Möglichkeiten, zunehmenden Angriffen von Anti-Gender-Aktivist*innen und antidemokratischen Strömungen etwas entgegen zu setzen. Die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Positionen ist das Merkmal einer stabilen Demokratie. Totalitäre Systeme hingegen streben – laut der Philosophin Hannah Arendt – nach einer Vereinheitlichung von Meinungen. In Auseinandersetzung damit kommen in dieser Reihe Stimmen aus unterschiedlichen Kontexten zu Wort. Sie werden darüber sprechen, was Feminismus für sie bedeutet und ob Feminismus das Dach sein kann, das alle vereint. Wie kann in der Akzeptanz unterschiedlicher Perspektiven Solidarität entstehen?
mittwochs, 18.30 - 20.30 Uhr
10. März: Pluralität im Denken Hannah Arendts
Referentin Prof. Dr. Claudia Lenz, Norvegian School of Theology, Oslo
9. Juni: Schwarzer Feminismus und Intersektionalität
Referentin Jenaba Samura, Studentin der Master Postcolonial Studies in London, Politische Bildungsreferentin für Rassismus, Intersektionalität u.A.
weitere Termine: 22. September, 24. November
Leitung Larissa Denk, Beratungsnetzwerk gegen Rechtsextremismus Hamburg, Marjan van Harten, Diakonisches Werk Hamburg, Irene Pabst, Waltraud Waidelich, beide Frauenwerk der Nordkirche, Dr. Michaela Will,
Ort Die Veranstaltungen finden per Zoom statt. Die Zugangsdaten werden nach der Anmeldung zugesandt.
Kosten 5 € pro Abend
Anmeldung seminare@frauenwerk.nordkirche.de, Tel. 0431 557 791 00


Theologie geschlechterbewusst - kontextuell neu denken

Begleitetes Fernstudium

„Alle seid ihr einzig-einig im Messias Jesus!“ Ein Paukenschlag – dieser Satz des Paulus! Die antike Gesellschaft teilte Menschen ein nach Nationalität, sozialem Status und Geschlecht. Christliches Leben setzt Vielfalt in Verbundenheit dagegen. Seit gut 50 Jahren legt Feministische Theologie die Bibel
hierarchiekritisch, befreiend und erfahrungsbezogen aus. Das Fernstudium macht feministische Erkenntnisse stark und entwickelt sie weiter. Interkulturelle, interreligiöse und queere Perspektiven sowie eine kritische Männlichkeitsforschung kommen dazu. Bibel-Auslegung, Gottesbild, Glaube, Kirche und aktuelle ethische Fragen werden neu gedacht. Das Fernstudium vollzieht sich an der Schnittstelle von aktueller wissenschaftlicher Debatte und alltäglicher Lebenserfahrung. Es ist offen für alle Interessierten, die neugierig auf Theologie sind, Freude am Lesen haben und zur Selbstreflexion und Wertschätzung unterschiedlicher Sichtweisen bereit sind. Es wendet sich an Frauen, die in der Kirche beruflich tätig sind, an Ehrenamtliche und an andere Interessierte. Weitere Eingangsvoraussetzungen gibt es nicht. Erwartet wird: Durcharbeit von 7 Studienbriefen, Besuch von 7 Wochenend- Modulen plus einem Einführungs- und Abschlusstag sowie Mitarbeit in einer Regionalgruppe. Bei kontinuierlicher Teilnahme und Anfertigung eines Werkstücks wird ein anerkanntes Zertifikat ausgestellt. Die Wochenenden werden von Expertinnen begleitet, z. B. Prof. Dr. Ulrike Auga, Prof. Dr. Klara Butting, Natascha Hilterscheid, Dr. Ulrike Metternich.

Infoabend in Hamburg
Montag, 26. April, 18.30 – 20.30 Uhr
Leitung Pastorin Katja Hose, Frauenwerk der Nordkirche,
Pastorin Dr. Michaela Will
Ort Haus der Kirche, Max-Zelck-Straße 1, Niendorf2
Beginn des Fernstudiums
Samstag, 7. August 2021, 10 – 16 Uhr
Wochenenden
24. – 26. September 2021: Aufbrüche, Kontexte, Grundlagen
12. – 14. November 2021: Bibel
21. – 23. Januar 2022: Christus Jesus
18. – 20. März 2022: Gott
10. – 12. Juni 2022: Spiritualität
16. – 18. September 2022: Kirche
11. – 13. November 2022: Ethik und ein Abschlusstag
Orte Kiel, Nordkolleg Rendsburg, Woltersburger Mühle Uelzen, Christophorushaus Bäk
Kosten Kursgebühr Frühbucherinnen bis 31. März 600 €, danach 650 €, Studienbriefe vom Comenius-Institut 240 €
Unterkunft und Verpflegung ca. 160 € pro Wochenende
Anträge auf Zuschüsse und Ermäßigung möglich
Anmeldung seminare@frauenwerk.nordkirche.de

Flyer zum Fernstudium hier herunterladen


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Wie Sorgerecht zum Frauenberuf wurde

Fliedner, Florence Nightingale und Fürsorge – die Anfänge

Wer Zukunft gestalten will, sollte die Vergangenheit kennen. Im 19. Jahrhundert wurde in Kaiserswerth im 19. Jahrhundert der Grundstein für die Professionalisierung von Fürsorge gelegt. Dr. Annett Büttner ist eine profunde Geschichtskennerin und wird vorab literarische Texte zur Verfügung stellen.
Samstag, 8. Mai , 15 – 17 Uhr

Referentin Dr. Annett Büttner, Lehrbeauftragte der Fliedner-Fachhochschule
Leitung Waltraud Waidelich, Dagmar Krok, Frauenwerk der Nordkirche
Ort Digitale Veranstaltung
Kosten keine
Anmeldung seminare@frauenwerk.nordkirche.de, Tel. 0431 557 791 00