- Copyright: Waldemar Pfeifer
Klosterkirche eingerüstet 2

Information:

 

Die Klosterkirche ist bis Ende 2021 wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen.

In diesem Jahr finden alle Gottesdienste gemeinsam in der Erlöserkirchengemeinde statt.

Mehr Infos zur Restaurierung im Bautagebuch unter dem Menuepunkt Klosterkirche.

 

 

Um die Infektionszahlen in der Corona-Pandemie zu begrenzen und aus Sorge, dass sich Menschen infizieren könnten, hat der Kirchengemeinderat beschlossen, die Präsenzgottesdienste in der Erlöserkirche bis zum 18. April auszusetzen.

Es wird am Sonntag den 11. April 2021 kein Präzensgottesdienst stattfinden.

Sie haben jedoch die Möglichkeit zu einem stillen Gebet oder Gedenken in der Zeit von 10-11 Uhr in der Erlöserkirche Am Ossenpadd 62.

Leseandacht   von Pastor Dr. Tomáš Vočka

1. Sonntag nach Ostern

 

„Danach offenbarte sich Jesus abermals den Jüngern am See von Tiberias. Er offenbarte sich aber so: Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt wird, und Nathanael aus Kana in Galiläa und die Söhne des Zebedäus und zwei andere seiner Jünger. Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich gehe fischen. Sie sprechen zu ihm: Wir kommen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Boot, und in dieser Nacht fingen sie nichts. Als es aber schon Morgen war, stand Jesus am Ufer, aber die Jünger wussten nicht, dass es Jesus war. Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie antworteten ihm: Nein. Er aber sprach zu ihnen: Werft das Netz aus zur Rechten des Bootes, so werdet ihr finden. Da warfen sie es aus und konnten's nicht mehr ziehen wegen der Menge der Fische. Da spricht der Jünger, den Jesus lieb hatte, zu Petrus: Es ist der Herr! Als Simon Petrus hörte: »Es ist der Herr«, da gürtete er sich das Obergewand um, denn er war nackt, und warf sich in den See. Die andern Jünger aber kamen mit dem Boot, denn sie waren nicht fern vom Land, nur etwa zweihundert Ellen, und zogen das Netz mit den Fischen. Als sie nun an Land stiegen, sahen sie ein Kohlenfeuer am Boden und Fisch darauf und Brot. Spricht Jesus zu ihnen: Bringt von den Fischen, die ihr jetzt gefangen habt! Simon Petrus stieg herauf und zog das Netz an Land, voll großer Fische, hundertdreiundfünfzig. Und obwohl es so viele waren, zerriss doch das Netz nicht. Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wussten: Es ist der Herr. Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt's ihnen, desgleichen auch den Fisch. Das ist nun das dritte Mal, dass sich Jesus den Jüngern offenbarte, nachdem er von den Toten auferstanden war.“ (Johannes 21, 1-14)

 

Liebe Gemeinde!

Ostern – für die Evangelien so wichtig, dass sie sich bemühen, möglichst genau über die Ereignisse, die mit der Auferstehung Jesu zusammenhängen, zu berichten. Jedes Evangelium erzählt auf seine Art und Weise, was einzelne Jünger und Jüngerinnen erlebten, als der Auferstandene ihnen begegnete. Das heißt: Sie erzählen, wie es Ostern wurde in ihrem Leben.

 

Der heutige Predigttext stammt vom Evangelisten Johannes und handelt von der Begegnung des Auferstandenen mit seinen Jüngern am See Tiberias. Wer sich ein bisschen auskennt in der Bibel, dem mag diese Geschichte bekannt vorkommen. Tatsächlich erzählen die anderen Evangelisten eine ähnliche Geschichte, nur ganz am Anfang von Jesu Wirken, als dieser Simon Petrus zum ersten Mal trifft und in seine Nachfolge ruft. Aus der Berufungsgeschichte wird bei Johannes eine Ostergeschichte.

 

Es ist der Herr!, erkennen die Jünger. Sie erkennen ihn wieder, ihren Jesus. Es ist wie damals: Er trifft sie am See. Er gibt ihnen einen Auftrag. Ein Wunder geschieht. Ihre Netze sind voll, und er wartet schon am Ufer beim Kohlenfeuer. Sie teilen Brot und Fische, wie einst auf dem Berg mit tausenden von Leuten. Doch es ist der Auferstandene. Es ist der Herr! – aber sie wagen nicht, ihn zu fragen! Warum eigentlich nicht? Was hält sie zurück? Warum nutzen die Jünger nicht die Chance und stellen all die Fragen, die ihnen sicherlich ähnlich wie uns auf der Seele brennen:

Was ist geschehen?

Wo bist du gewesen?

Wie bist du wieder lebendig geworden?

Wer bist du jetzt?

Und wie geht es nun mit uns und unserer Freundschaft weiter? Bleibst Du bei uns?        

 

Sie wagen nicht zu fragen, aber sie wissen: Es ist der Herr! Er ist mitten unter ihnen – derselbe und doch ganz anders. Und sie ahnen, jetzt ist nicht die Zeit, nach Erklärungen zu suchen, sondern geschehen zu lassen, was geschieht: Gegenwart, Offenbarung, Erfüllung, Freude – wie auch immer man das nennen mag, was sie gerade erfahren. Daneben mag wohl so etwas wie fromme Scheu angesichts der „verklärten“ Gestalt Jesu eine Rolle gespielt haben. Wir erinnern uns: Wo immer sich Gott den Menschen der Bibel offenbart, sind diese heiligen Momente gekennzeichnet durch Zurückhaltung des Menschen. Mose verbirgt sein Antlitz auf dem Berg. Elia versteckt sich in einer Felsspalte. Wie anders mutet dagegen die Szene am Kohlenfeuer an: Der Auferstandene hält sich nicht fern, gebietet kein Schweigen, keine Verhüllung, sondern kommt den Seinen ganz nahe. Was Gott ihm geschenkt hat, nämlich neues Leben, das teilt er mit den Seinen. Wird es auch sie verwandeln?  

 

Ja, vielleicht ahnen die Jünger, dass nicht er, sondern sie (und mit ihnen auch wir) diejenigen sind, die nun gefragt sind:  Was bedeutet dir dieses Ostererlebnis? Wie verändert es dich? Und was zeigt sich davon in deinem Leben?  

 

Denn erst dann geschieht Ostern wirklich, wenn daraus der Glaube wird, dass die Auferstehung auch für mich und für dich, für jeden von uns gilt. Ostern verkündigen – ist das eine. Ostern glauben und österlich leben – das andere. Das hat etwas damit zu tun, dass Christus mir selbst lebendig wird. Darauf kommt es an. Und zwar schon hier und jetzt in diesem Leben.

 

Mitten in den Alltag seiner Jünger hinein tritt der Auferstandene. Er sitzt mit ihnen am Kohlenfeuer und teilt mit ihnen Brot und Fische. Vorher ermutigt er sie, die leeren Netze noch einmal auszuwerfen. So zeigt er ihnen: Ich bin bei Euch! Und mit mir Gott. Seine Kraft, die den Tod überwunden hat, sein Geist, der in mir lebendig wurde und mich mit Euch verbunden hat, - all das ist nicht aus und vorbei, gestorben und begraben. Im Gegenteil! Es lebt und wirkt weiter, mitten unter Euch! Ob im Mut, es noch einmal zu versuchen, oder in der Freude über das Gelungene, ob im gemeinsamen Mahl oder im gemeinsamen Schweigen, wenn alles Fragen ein Ende hat,  – überall kann Ostern werden, kann sich etwas zeigen von der aufstehenden und widerstehenden Kraft der Lebendigkeit Gottes in unserem Leben.

 

Es ist der Herr! Er hilft mir, die Angst um mich selbst zu überwinden. Er schenkt mir die Hoffnung, die den Blick (wieder) frei macht. Ich kann aufstehen, aus Trauer und Schmerz, aus Scheitern und Niederlage. Wo dieser Glaube einen Menschen im Leben trägt, da, hoffe ich, widersteht er auch der Resignation, die den Tod für das „Ende vom Lied“ hält. Es ist der Glaube an die Liebe Gottes, die unser Leben - auch und gerade durch den Tod hindurch – zur Erfüllung bringt. Amen

 

Gebet:

Barmherziger Gott, unser Vater,

dein Sohn hat unter uns deine Gegenwart gelebt.

In seiner Geburt und in seinem Leiden hast du den Schmerz der Welt angenommen.

In seiner Auferstehung hast du uns ein neues, ewiges Leben erschlossen.

Wir danken dir dafür und bitten dich:

Für alle, die von Not, Leid und Gewalt niedergedrückt werden.

Für alle, die die Hoffnung auf Leben und Liebe verloren haben.

Für alle, die zu verzweifeln drohen angesichts des Dunkels, das uns umgibt.

Dein Licht, das Licht der Auferstehung, gehe ihnen auf.

Wir bitten dich:

Schenk uns Lebensmut und Lebenskraft -

Kraft zum Aufstehen,

Kraft zum Widerstehen,

Kraft zum Lieben und Beistehen.

Lass Ostern werden in unserem Leben und mach uns gewiss,

dass uns nichts trennen kann von deiner Liebe.

Amen

 

(Andacht von Pastor Dr. Tomáš Vočka)        



Die Kirchengemeinde und ihre Kirche

Die spätbarocke Klosterkirche mit ihrer reichen Ausstattung ist eine Überraschung für jeden, der sie betritt. Als Gotteshaus einer ca. 5000köpfigen Gemeinde stellt sie zugleich das Zentrum einer reichen kirchenmusikalischen Arbeit dar.

Aber zum Leben der Gemeinde gehört noch viel mehr. Informieren Sie sich hier, sprechen Sie die Mitarbeitenden, die Kirchenvorsteher/Innen und natürlich die Pastorinnen an.

Unsere Kirche

Klosterkirche

Ev.-Luth. Kirchengemeinde Uetersen – Am Kloster

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Tel.: 04122 2122
Fax: 04122 900483

S.Greve@Klosterkirche-Uetersen.de
www.klosterkirche-uetersen.de

Neues

Die Klosterkirche ist bis Ende 2021 wegen Restaurierungsarbeiten geschlossen.

Unter dem Reiter Klosterkirche finden Sie ein Bautagebuch,in dem Sie den Beginn und Fortschritt der Restaurierungsarbeiten folgen können.

 

 

 

 

 

 

 

 

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