Die Kirchengemeinde und ihre Kirche

Die spätbarocke Klosterkirche mit ihrer reichen Ausstattung ist eine Überraschung für jeden, der sie betritt. Als Gotteshaus einer ca. 5000köpfigen Gemeinde stellt sie zugleich das Zentrum einer reichen kirchenmusikalischen Arbeit dar.

Aber zum Leben der Gemeinde gehört noch viel mehr. Informieren Sie sich hier, sprechen Sie die Mitarbeitenden, die KirchenvorsteherInnen und natürlich die Pastorin und den Pastor an - oder kommen Sie einfach vorbei.         Herzlich Willkommen.

 

Alle kirchlichen Veranstaltungen, Gottesdienste und  z. B. Chöre, Senioren und Jugendgruppen  sowie der Konfirmandenunterricht fallen  aus.

 

Liebe Gemeindeglieder und liebe Besucher und Besucherinnen unserer Internetseite!

Zum 5. Sonntag in der Passionszeit grüße ich Sie herzlich – dieser Sonntag heißt Judika. Sein Name leitet sich thematisch ab aus Psalm 43, der so beginnt: Schaffe mir Recht, Gott….  

Mit diesem Votum steht der einzelne Mensch vor Gott. Es geht heute also um mich und mein ganz persönliches Gottesverhältnis.

Mein Eindruck ist, dass dies sehr gut zu dem passt, was viele jetzt in der Coronakrise erleben: soziale Kontakte, Ablenkung und Zerstreuung auf absoluter Sparflamme. Mit unseren Gedanken und Sorgen sind wir zwar überhaupt nicht allein – aber gefühlt ist jeder und jede doch mehr mit sich selbst beschäftigt. Gottesdienste können nicht gefeiert werden – wir müssen nun in und für uns selbst unsren Glauben erspüren. Vielleicht kommen da auch solche Gedanken wie: verschaffe mir Recht! Gewiss, ich weiß, dass die Enkelkinder oder andere Menschen jetzt aus guten Gründen fernbleiben – und doch kann mein Gefühl sagen: ich fühle mich alleingelassen. Gedanken der Kränkung oder der Trauer, die ich meinte, lange hinter mir gelassen zu haben, können wieder emporsteigen. Da kommt die Angst, morgen womöglich vielleicht selber schwerkrank und hilflos auf einer Isolierstation zu liegen.
Doch welches Recht habe ich persönlich auf Gesundheit und Glück? Angesichts des unsagbar großen Leids in dieser Welt, in unseren Nachbarländern, werde ich sprachlos, bescheiden und still. Umso mehr Bewunderung gilt den medizinischen Fachkräften, die alles dafür geben, für die Kranken und gegen den Virus zu kämpfen! „Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern diene und gebe sein Leben…“ das ist der Leitspruch aus Mt 20,28 für die kommende Woche. Wir werden durch Jesus daran erinnert, dass es wichtiger ist zu fragen: „was kann ich für die Gemeinschaft tun?“ als das zu fordern, was die Gemeinschaft für mich tun soll. Auch wenn vielen von uns die Hände gebunden zu sein scheinen, zuhause, allein in unseren Wohnungen, so können wir doch eins tun: die Hände falten und für andere beten. Dabei mögen wir vielleicht auch für uns selbst die Kräfte spüren, die uns tragen als Menschen -  in unserer Sterblichkeit und doch auch in innerster Tiefe. Weil wir bereit sind, unser Bestmögliches in dieser Krise zu geben - und weil wir spüren, das da ein Glaube in uns lebt, und eine Hoffnung ist, die über uns selbst und diese Welt hinausweisen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen gesegneten Sonntag Judika. Ihre Pastorin Kirsten Ruwoldt

Liebe Gemeinde!

Am 4. Sonntag in der Passionszeit und für die Woche, die nun beginnt, grüße ich Sie alle herzlich.

Was für eine Passionszeit! In diesem Jahr geht es nicht um die Frage: worauf möchte ich verzichten. In diesem Jahr müssen wir alle Einschränkungen hinnehmen, ob wir es wollen oder nicht. Der Osterurlaub: gestrichen. Mein Lieblingskonzert: abgesagt -  ein Fest im Freundeskreis darf nicht stattfinden. Die Sportschau am Samstag: sinnentleert.
Die Angst vor dem Corona Virus bedrückt uns alle. Am Schlimmsten ist dabei vielleicht ganz schlicht der Verzicht auf menschliche Nähe.
Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und erstirbt, bleibt es allein, wenn es aber erstirbt, bringt es viel Frucht. (Joh 12,24)
Das ist der Wochenspruch für diese Woche. In diesem gleichnishaften Bildwort sagt Jesus, dass Abschied, dass Verwandlung sein muss, damit etwas Neues aufwächst und Frucht trägt.
Vielleicht können auch wir diese Kraft entdecken: dass durch die Krise hindurch Ideen und Möglichkeiten entstehen, die uns miteinander weiterführen. Im besten Falle zu einer solidarischeren, rücksichtsvolleren und dankbareren, bescheideneren Gesellschaft.
Lätare heißt der 4. Sonntag mitten in der Passionszeit: freut euch! Freut euch auch in schwerer Zeit – darauf sollen wir uns in dieser Woche besinnen. Mich persönlich freut es, dass viele Menschen anderen in diesen Tagen Hilfe anbieten; sich beim Einkaufen bedanken bei denen, die an der Kasse sitzen. Es freut mich auch, dass all die, die andere pflegen – jetzt besonders wertschätzend wahrgenommen werden.
Ich freue mich, wenn ich am Telefon höre, dass es denen, die mir am Herzen liegen, gesundheitlich gut geht. Diese Freude gibt der Seele Kraft.

Gleichwohl – es ist in diesen Tagen nicht mit „ein bisschen Freude –und alles ist halb so schlimm“ getan, das wissen wir alle. So gehören unsere Gedanken den vielen Kranken und Sterbenden und denen, die Ihnen beistehen oder um sie trauern. Unsere Fürbitte gilt allen, die an vielen Stellen bis an die Grenzen der eigenen Kraft dafür arbeiten, dass andere versorgt werden und wir beten für die Menschen in der weiten Welt, deren große Not jetzt nicht gesehen wird. Dafür werden an jedem Sonntag auch außerhalb des Gottesdienstes Kerzen in unserer Kirche entzündet. Auch Sie alle sind Teil der Gemeinschaft, die aus dem Licht und der Hoffnung und der Kraft Gottes lebt und etwas davon weitertragen kann: im Rahmen dessen, was möglich ist, heute. Dazu wünsche ich Ihren allen Mut und Ideen - Gottes Geleit und seinen Segen.
Ihre Pastorin Kirsten Ruwoldt

Unsere Kirche

Klosterkirche

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