Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus Erste Stolpersteine in Uetersen gelegt

Es sind die ersten Gedenksteine in Uetersen. Sie erinnern an drei Männer, die aus politischen Gründen zu Opfern des Nationalsozialismus wurden. Es handelt sich um

 

Johann Peter Britten, kommunistischer Stadtvertreter Uetersens, bis April 1945 im KZ Neuengamme, gestorben auf einem Deportationsschiff,

Arthur Sorg, auch er Gewerkschafter und Kommunist, 1937 verstorben wahrscheinlich im Straflager Aschendorfermoor im Emsland,

Wilhelm Vollstedt, 1937 wegen der Mitarbeit in antifaschistischen Gruppen festgenommen, 1942 im KZ Neuengamme ums Leben gekommen.

 

„Diese Männer sollen nicht auf dem Friedhof vergessen werden“, sagte Bürgermeisterin Andrea Hansen bei der offiziellen Kundgebung. „Die Stolpersteine sollen daran erinnern, dass eine solche Zeit des Terrors und der Gewalt nicht wieder kommen darf.“

 

1996 legte der Gunter Demnig die ersten 50 Gedenksteine. „Illegal“, wie er betont. Mittlerweile gehören sie in 724 deutschen Städten und Gemeinden zum Stadtbild. Fast alle hat Demnig selber in die Gehwegpflaster eingesetzt. Allein in Hamburg liegen knapp 4.000 Stolpersteine.